Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
208
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208 Conlath und Cuthona.Toscar.Die Nacht war stürmisch. Von ihrenHügeln stürzten die ächzenden Eichen herab. Un-ter dem Windstoß taumelte dunkel das Meer.Die brüllenden Wogen stiegen gegen unsern Fel-sen empor. Oft kamen die Blitze, das versengteFarrnkraut ward beleuchtet. Fercuth! ich sahden Geist, der in der Nacht Verwirrung hinstreu-te. (*) Auf jenem Ufer stand er im Schweigen.Sein Nebelkleid flog an dem Wind'. Ich konnteseine Thränen bemerken. Ein gedankenvoller Greißſchien er zu ſeyn.Fercuth.Es war dein Vater, o Toscar. Er siehtden Tod eines seiner Kinder, voraus. So warseine Erscheinung auf Cromla, eh Maronnan (der Große erlag! Graßreiche Hügel von Erin,wie reitzend sind deine Thäler? bey deinen blauenStrömen herrscht Schweigen. Deine Felder be-leuchtet die Sonne.Sanft(*) Man glaubte lang in Nordschottland, daß die Stürmevon Verstorbenen erweckt wurden: das Volk glaubt esnoch, denn sie denken, daß Wirbelwinde und plötzlicheWindstösse durch Geister verursachet werden, welchesich auf diese Art, von einem Ort zum andern schwingen.(**) Maronnan, war der Bruder von Toscar.