Ein Gedicht.207Das Meer umrollt das dunkle I-thona.Man sieht nicht unsre Gräber in unsrer Insel.Wie lang wird unſer Ruhm nicht vernommen,du Sohn des erſchallenden Selma?Ossian.O könnten meine Augen dich sehen! dusitzest dämmernd an deiner Wolke! bist du, wieder Nebel von Land? ein halberloschenes Luft-bild des Feuers? wovon sind die Säume deinesKleids? wovon dein luftiger Bogen? er ist anseinem Hauch wie der Schatten einer wanderndenWolke entflohn. Steig von deiner Mauer, oHarfe, herab! laß mich deine Stimme vernehmen.Laß sich an J=thona das Licht der Erinnerungerheben. Laß mich meine Freunde wiederum er-blicken? und Ossian erblickt seine Freunde ander dunkelbraunen Insel. Thonas Höhle erscheint,mit ihren moosigten Felsen und neigenden Bäu-men. Ein Strom brüllt bey seiner Mündung.Toscar beugt sich über seinen Lauf. Bey seinerSeite traurt Fercuth. Cuthona (**) sitzt inder Ferne und weint. Täuscht mich der Winddieser Wellen? oder hör ich sie reden?Toß(*) J=thonn Insel der Wellen, eine der westlichen un-wohnbaren Inseln.(**) Cuthona, die Tochter von Rumar, die Toscar mitGewalt entführet hatte.
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