Temora.196hab ich zu Zeiten gesehn, hellglänzend aus deinenWolken. So erscheine vor meinem Sohn, wenner den Speer zu heben gedenkt, denn soll er sichdeiner mächtigen Thaten erinnern. Obwohl duitzt nur ein Hauch bist.Er gab meiner Rechte die Lanze, und errichteteplötzlich einen Stein in die Höhe, um mit ſeinemgraumoosigten Haupte, künftigen Zeiten Nachrichtzu geben. Unten legte er ein Schwert in den Bo-den mit einem glänzenden Buckel seines Schilds.Düster beugt er eine Weile in Gedanken. Endlichbrechen seine Worte heraus.„ Wann du sollst vermodern o Stein,und dich im Mooß der Jahre verlieren. Dannsoll der Wanderer kommen, und pfeiffend vor-übergehen. Dir ist unbekannt schwacher Mensch,daß sonst der Ruhm Moilena bestrahlte. Hierhat Fingal seinen Speer, nach dem letzten seinerFelder, übergeben. Geh vorbey du leerer Schat-ten, kein Ruhm ist in deiner Stimme. Duwohnst bey einem der friedlichen Ströme, nochwenige Jahre, und du bist dahin. Keiner erin-nert sich deiner, du Bewohner des düstern Ne-bels! aber Fingal wird, für künftige Zeiten, einStrahl des Lichts, mit Ruhme bekleidet; denner stürzte voran im erschallenden Stahl', dieSchwachen in Waffen zu retten.Der König schritt schimmernd in seinemRuhm', zu Lubars erschallender Eiche, wo sievon ihrem Felsen herab, über dem hellstürzendenStreme, sich beugte. Ein enges Thal spreitetſich
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten