Achtes Buch.195Fremdlinge Freund. Mein Sohn, ich hör denZuruf der Jahre, sie haschen im Vorbeygehenmeinen Speer. Warum bleibt Fingal, scheinensie zu sagen. Warum bleibt er nicht in seinerHalle. Erfreuest du dich allzeit im Blut? in den Thrä-nen der Traurigen? Nein: ihr dunkelrollenden Jahre.Fingal erfreuet sich nicht im Blut'. Thränen sindstürmische Ströme, welche meine Seele verzeh-ren, aber wenn ich in Ruhe niederlieg, dannsteigt die mächtige Stimme des Kriegs. Sie er-weckt mich in meiner Halle, und zwingt michall meinen Stahl zu ergreifen. Sie soll mich nichtmehr dazu zwingen. Ossian nimm du den Speerdeines Vaters. Brauch ihn in der Schlacht,wenn die Stolze sich heben.Meine Väter, o Ossian, bemerken meineSchritte, meine Thaten sind ihren Augen ange-nehm. Wo ich immer auf meinem Feld', zurSchlacht voranschreite, dort sind ihre Säulen desNebels. Aber mein Arm hat die Schwachen er-rettet; für Stolze war mein Zorn wie Feuer. Niefrolockte mein Aug über Gefallene. Daher sollenmir meine Väter, bey den Thoren ihrer luftigenHallen begegnen, erhaben, bekleidet mit Licht, mitmildfunkelnden Augen. Aber für den Stolzen inWaffen, sind sie versinsterte Monden im Himmel,welche das Feuer der Nacht, rothwandernd, überihre Gesichter hinschicken.Vater der Helden, o Trenmor! Bewoh-ner der wirbelnden Winde! ich geb Ossian dei-nen Speer, dein Aug frolocke darüber. DichhabN 2
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