Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
197
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Achtes Buch.197ſich unten mit dem Rauſchen der Quelle des Fel-sen. Hier wallte die Fahne von Morven ihreKreise im Winde, den Pfad Ferad=Arthos ausseinem heimlichen Thal' zu bezeichnen. Schim-mernd von ihrem eröfneten Westen schaute dieSonne des Himmels heraus. Der Held erblickteſein Volk, und vernahm ihre jauchzende Freude,sie blitzten zum Strahl', in gebrochenen Reihenherum. Der König frolockte, wie ein Jäger inseinem grünlichten Thal', wenn er, nachdem derSturm weggerollt, die schimmernde Seite desFelsen beschaut. An ihrer Stirne erschütteln diegrünen Dornen ihre Häupter. Vorwärts schauenvon ihrem Gipfel die Rehe.Grau bey seiner moosigten Höhle bückt sichClonmals veraltete Bildung. Des Barden Gesichtwar vergangen. Er lehnte sich vorwärts auf seinenStab. Sulmalla schimmernd in ihren Locken, horchtezu der Erzehlung, vor ihm; der Erzehlung derKönige von Atha in den Tagen der Verwelt.In ſeinem Ohr' hat der Lärm der Schlachtaufgehört: er blieb stehn und hob heimlicheSeufzer. Man sagte, oft glänzten die Geisterder Todten, längs seiner Seele. Er sah denKönig von Atha, erlegt unter seinem neigendenBaum'.Warum bist du verfinstert, sagte dasMädchen, "der Streit der Waffen ist vorbey.Bald wird er bey deiner Höhle über deinen schlän-gelnden Strömen erscheinen. Die Sonne schautvon den Felsen des Wests. Die Nebel des Seessteigen empor. Sie spreiten sich grau an jenemHü-N 5