Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
187
Einzelbild herunterladen
 

Achtes Buch.187wehmüthig über den Strom, wo der Hauch derBerge herumirrt. Laß die blauaugigten Wohnerdes Grabes über deine Seele hergehn. AberErin rollt zum Kriege, weit taumelnd stürmischund düster. Heb Ossian, heb deinen Schild. Ichbin allein mein Erzeugter!Wie die plötzliche Stimme des Sturms,das windstille Schiff Inis=hunas anfällt, undden dunklen Besteiger der Wogen, weit über dieTiefe hintreibt; so trieb die Stimme von Fin-gal Ossian, erhaben über die Heyde. Hoch hober seinen glänzenden Schild, in den düstern Flü-geln des Kriegs: wie der breite und dämmerndeMond in den Säumen der Wolken, eh Stürmesich heben.LautBewohner meiner nächtlichen Sedanken, dessenBildung in unruhigen Feldern aufsteigt, warumrührst du meine Seele, du entsernter Sohn des Ge-bieters? ist das das Schiff meines Liebsten? seindunkler Lauf durch die Reihen des Meers? wie bistdu so plötzlich, o Oscar, von der Heyde der Schildegekommen?Das übrige dieses Gedichts besteht in einem Ge-spräch zwischen Ullin und Malvina, worinn dasLeiden der Letztern zum höchsten Grad geführt wird.