Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
186
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186Temora.im Frieden gedenken, wenn man nicht mehr er-schallende Schilde vernimmt. Dann beug dichweh-Malrina gleicht dem Bogen des Regens, imheimlichen Thale der Ströme. Er schimmert, aberdie Tropfen des Himmels rollen an seinem versamm-leten Lichte. Sie sagen, ich sey schön in meinenLocken, aber auf meinem Schimmer ist das Rollenvon Thränen. Dunkelheit fliegt über meine Seelewie die düstre Welle des Hauchs über die Flurenvon Lutha. Doch entgiengen mir nimmer die Reheals ich zwischen den Hügeln voranschritt. Reitzendunter meinen weißen Händen stiegen die Töne derHarfen empor. Was reist über deine Seele, o Toch-ter von Lumon, wie der einsame Pfad eines Geists,längs dem nächtlichen Strahl? sollte der junge Krie-ger fallen, im Brüllen seiner unruhigen Felder! Auf,ihr Mädchen von Lutha, ruft die wandernden Ge-danken Malvinas zurück. Erweckt die Stimme derHarfen längs meinem erschallenden Thale. Dannwird meine Seele hervorbrechen, wie das Licht ausden Thoren des Morgens, wenn Wolken um sie ge-relft sind, mit ihren gebrochenen Seiten. Be-