Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
188
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Temora:188Laut vom moosigten Mora stürzte aufeinmal der breitbeflügelte Krieg. Flügal, Königdes strömigten Morven, führte seine Kriegervoran. Hoch spreitet sich der Fittig des Adlers.Auf seine breiten Schultern fliegt sein grauwallen-des Haar. Im Donner sind, seine mächtigeSchritte. Oft stand er und schaute zurück, aufdas breitglänzende Rollen der Waffen. Er schienein Fels, gran bedeckt mit Eise zu seyn, dessenWälder im Winde hoch steigen. Von seinemGipfel stürzen glänzende Ströme, und spreitenihren Schaum an den Wind.Nun kam er zur Höhle von Lubar, woFillan im Schatten einschlief. Bran lag nochauf dem gebrochenen Schild. Der Adler-Fittigist von den Winden zerstreut. Schimmernd,aus den verwelkten Ginstern, blickte die Lanzedes Helden hervor. Dann erschütterte Wehmuthdie Seele des Königs, wie düstre Wirbelwindeden See. Er wandte seinen Schritt, und lehntesich auf seinen beugenden Speer.Zu den bekannten Pfaden von Fingal,kam springend für Freude der weißbrüstige Bran.Er kam und schaute gegen die Höhle, wo derblauaugigte Jäger erlag, denn er war gewohntmit den Strahlen des Morgens, zum thauigtenLager der Rehe zu schreiten. Dann flossen dieThränen des Königs herab, seine ganze Seeleward dunkel. Aber wie der steigende Wind denSturm des Regens wegrollt, und weisse Strömeund erhabene Hügel, mit graßigten Gipfeln inder Sonne verläßt, so schimmerte Fingals Ge-müth,.