Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
167
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167Siebentes Buch.lender Fels in der Wüste. Ihre Stimme kamwie ein Lüftchen über seine Seele, und erwecktedas Gedächtniß ihres Lands, das sie bey ihrenfriedsamen Strömen bewohnte, ehe er zu Con-mors Kriegen gekommen.„Tochter der Fremden,“ so gab er zu-rück, (sie kehrte sich zitternd hinweg) "Langhab ich dich in deinem Stahle bemerkt, du jungeFichte Inishunas, Aber meine Seele sagte ich,ist in einem Sturme verwickelt. Warum solltedieser Schimmer sich heben, ehe meine Schritteim Frieden rückkehrten? bin ich bleich vor deinenAugen geworden, da du mir sagst den König zu fürch-ten? die Zeit der Gefahr, o Mädchen, ergötztmeine Seele, dann schwellt sie wie ein mächtigerStrom, und rollt mich gegen den Feind.Unter dem bemoosten Felde von Lona,neben seinem brüllenden Strom, gran in seinenLocken des Alters, wohnt Clonmal, König derHarfen. Ueber ihm ist sein erschallender Baum,und das braune, Hüpfen der Rehe. Der Lärmunseres Streits reicht zu seinem Ohr', wie erin den Gedanken der Jahre sich beugt. Dortſey deine Ruhe, Sulmalla, bis unſre Schlachtsich gelegt. Bis ich in meinen Waffen rückkehre,aus den Säumen des nächtlichen Nebels, der anLona, um die Wohnung meiner Liebsten sichhebt.Ein Strahl stieg auf die Seele des Mäd-chen herab; er flieg flammend vor den König,ſie kehrte gegen Cathmor ihr Antlitz, in Mitteihrerg 4