Sechstes Buch.149Sein Ruhm verfinstert sich in Erin. Laß mich ihnnicht erlegt in den Letzten seiner Felder betrachten.Aber kann ich zum König' rückkehren? wird ernicht fragen nach seinem Sohn? "Du müßteflden jungen Fillan beschützen. "Ossian wirddem Feinde begegnen! o grünendes Erin deineerschallenden Schritte sind lieblich meinem Ohr'.Ich stürz' auf die Reihen deines Heers, FingalsAug zu vermeiden. Ich hör' die Stimme desKönigs, auf Moras neblichtem Gipfel! er ruftseine beyden Söhne. Ich komm in meiner Weh-muth, o Vater! ich komm' wie ein Adler, wel-chen die Flamme der Nacht in der Einöde traf,und die Hälfte seiner Flügel verdarb!Entfernt, um den König an Mora,sind Morvens gebrochene Reihen gerollt. Siekehren ihre Augen: jeder beugt sich düster aufseinem Eschenen Speer'! schweigend stand in derMitte der König. Gedanken auf Gedanken, roll-ten über seine Seele: wie Wellen auf dem gehei-men See des Gebirgs, jede mit ihrem schaumen-den Rücken. Er schaute; mit seinem weit strah-lenden Speer erschiene kein Sohn. Aus seinerSeele stiegen gedrungene Seufzer, aber er verbargseine Wehmuth. Endlich stand ich unter einerEiche. Keine Stimme von mir ward gehört.Was könnt' ich Fingaln in der Stund' seinerWehmuth erzehlen? endlich stiegen seine Worte,in der Mitte von ihnen: rückwärts bebte dasVolk, da er sprach.Wo ist Selmas Erzeugter, er, der unsreSchlacht angeführt? ich seh' nicht seine Schritte,un-K 3
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