Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
148
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Temora.148gen sich ihren Sohn zu empfangen. Ich erblickedas Spreiten ihres Feuers auf Mora: das blaueRollen ihrer neblichten Kreise. Es begegne dirFreude, mein Bruder! aber wir sind düster undtraurig! ich erblick' den Feind um den Greisen.Ich erblick' das Vergehen seines Ruhms. Dubist allein im Felde verlassen, graulockigter Königvon Selma!Ich legte ihn in die Höhle des Felsen,beym Brausen des nächtlichen Stroms. Auf denHeld schaut ein rother Stern herab. Winde he-ben zu Zeiten seine Locken. Ich lauschte, ichhörte keinen Schall. Schlaf schloß die Augendes Kriegers! wie Blitze an einer Wolke, stürzteein Gedanke längs meiner Seele. Meine Augenrollen im Feuer. Meine Schritte waren im Klangmeines Stahls. “Ich will dich finden o Königvon Erin. In der Sammlung deiner Tausenden,will ich dich finden! warum sollte diese Wolkesich retten, die unsern frühzeitigen Schimmererlosch? entzündet eure Luftbilder auf euern Hü-geln, meine Väter. Beleuchtet meine kähnenSchritte. Ich will im Zorn' verzehren. Abersoll ich nicht zurückkehren! der König hat keinenSohn, er sitzt graulockigt in Mitte seiner Feinde.Sein Arm ist nicht wie in den Tagen der Vorzeit.Seinmeines Adlers: das Voranstürzen von Clathos Er-zeugtem, du bist finster o Fingal; soll der Kriegernie zurückkehren.