Temora.130Freude. Es nahte sich Mornis Erzeugter. "Halt,Sohn Duthnos, halt ein deinen Lauf, deineSchritte sind mit Blute bezeichnet. Du hast kei-nen wölbigten Schild. Warum sollst du unbe-wafnet erliegen?“ “ Sohn Mornis! gieb mirdeinen Schild. Er hat den Krieg oft zurückgerollt.Ich werd den Führer hemmen in seinem Lauf',Sohn Mornis, beschau diesen Stein! er hebtsein graues Haupt durchs Gras. Dort wohntein Führer von Dermids Geschlecht. Leg' michdahin in die Nacht.Langsam stieg er den Hügel hinauf. Ersah das störrische Feld, die blitzenden Reihen derSchlacht, zerstreut und gebrochen umher. Wieitzo entfernte Feuer bey der Nacht auf der Heydeverlohren im Rauche erscheinen; itzo ihre röth-lichten Ströme auf dem Hügel aufwallen, wiesich die Winde heben oder legen: so begegnete zuZeiten der Krieg dem Aug' des breitschildigtenDermid. Foldath schreitet durchs Heer, wieein dunkles Schiff auf den stürmischen Wellen,wenn es durch zwo Inseln herausschießt, aufdem brausenden Meer' zu frolocken! Dermid be-schaut mit Zorn seinen Lauf. Er strebt voranzu-stürzen, aber er fehlt in Mitte seiner Schritte.Große Thränen fliessen herab. Er bläßt dasHorn seines Vaters. Dreymal schlägt er auf sei-nen wölbigten Schild. Dreymal ruft er denNamen von Foldath, von seinen brüllenden Zünf-ten. Földath erblickte den Führer mit Freude.Er hebt seinen blutigen Speer in die Höh. Wieein Fels mit Strömen bezeichnet, die tobend,von seiner Seite, in einem Sturm' herabbrausen;
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