Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
131
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Fünftes Buch.131so ist der düstre Führer von Moma, mit wan-derndem Blute bestreift. Das Heer zieht sich aufjeglicher Seite, von den streitenden Königen zu-rück. Sie heben auf einmal ihre glänzendenSpitzen. Fillan von Selma kömmt stürzendheran. Drey Schritte zog Foldath sich zurück,verblendet vom Strahle des Lichts, der, wieaus einer Wolke herausschiessend, den verwunde-ten Führer zu retten, herabstieg. Er steht auf-wachsend in seinem Stolz'. Er rief all die Kräfteſeines Stahles zu Hülfe.Wie sich zwey breitbeflügelte Adler inihrem erschallenden Streite, in den Winden be-gegnen: so stürzen beyde Führer, an Moi=lena,in den düstern Kampf. Wechselweis schreiten (2)die Könige auf ihren erhabenen Felsen voran,denn itzo scheint der dunkle Krieg auf ihre Eisenherunter zu steigen. Cathmor spürt die Freudeder Krieger, auf seinem moosigten Hügel. Ihre heim-liche Freude, wenn Gefahren, ihren muthigen Seelenzu gleichen sich heben. Sein Aug ist nicht aufLubar gekehrt, aber auf Selmas schreckbarenKönig. Er beschaut ihn steigend in seinen Waffenan Mora.Foldath (**) stürzt auf seinem Schild“.Sil-I 2(*) Fingal und Cathmor.(**) Feldath, wenn wir der Tradition glauben, wurdesein Tod vorgesagt, ehe er sein eigen Land verließ,um