Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
129
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Fünftes Buch.129Blut fließt aus Dermids Seite; sein Schild liegtzerbrochen neben ihm. Gegen einen Stein lehnt sichsein Speer. Warum Dermid, warum so traurig?Ich hör das Brüllen der Schlacht. Mein Volkist allein. Langsam sind meine Schritte auf derHeyde, und ich hab keinen Schild. Soll erdann siegen? dann kann es seyn, wenn Dermiderliegt. Dich will ich herausrufen, v Foldath,und dir noch im Kampfe begegnen.Er haschte seinen Speer mit schreckbarerFreude.rundum herab; dumpf ist das Brausen der Ströme,vom Thale der dämmernden Gestalten. Ich hör dich,Geist meines Vaters! im wirbelnden Laufe des Winds.Ich hör dich; aber du beugst aus den Säumen derNacht deine schlanke Gestalt nicht voran.Da Clono sich hinwegzubegeben bereitete, kamSulmins Gatte mit seinem zahlreichen Gefolge. Clonovertheidigte sich, wurd aber nach einem tapfern Wider-stand übermannet, und getödtet, man begrub ihn andem Orte, wo er erlegt wurde, und das Thal erhieltvon ihm seinen Namen. Dermid spielt in seinem Be-gehren an Saul, den Sohn von Mørni! (welchesgleich folgt) auf das Grab von Clono, und seineVerwandschaft mit diesem unglücklichen Fährer an.