Temora.122Die braunen Rehe der Berge steigen herunter.Auf diese sind die Augen Sulmallas gekehrt, inihrer tiefsinnigen Laune.Fingal erblickt in der Höhe Cathmorn,den Sohn Borbar=Duthuls! er betrachtet dastiefe Rollen von Erin auf der düstern Ebne. Erschlägt auf die warnende Wölbung, welche demVolk zu gehorchen befielt. Wenn er ſeine Führervor ihnen zum Felde des Ruhms hinschickt. Weitsteigen ihre Speere zu der Sonne. Ihre schallen-den Schilde antworten umher. Furcht schleichtnicht unter dem Heer', wie ein Dampf; denner, ihr König ist nah, die Kraft des strömigtenSelma. Für Freude schimmert der Held. Wirhören ſeine Worte mit Freude.„Aehnlich dem Ausbruch der Winde istder Klang der Söhne von Selma! sie sind Ge-wässer der Berge, entschlossen in ihrem Lauf'.Daher ist Fingal berühmt, daher ist in andernLändern sein Nam, er war kein einsamer Strahlin Gefahren; denn stets waren eure Schritte inder Nähe, nie war Fingal eine schreckbare Bil-dung, in eurer Gegenwart verfinstert im Zorn'.Meine Stimme war euern Ohren kein Donner.Meine Augen sandten den Tod nicht heraus.Wenn Hochmüthige erschienen, wandt' ich meineAugen von ihnen hinweg. Sie waren bey mei-nem Mahle vergessen. Sie flossen wie Nebel hin-weg. Ein junger Strahl iſt vor euch, wenigsind seiner Pfade im Krieg! wenig sind ihrer,doch tapfer ist er. Schütze meinen dunkel-lockigten Sohn, bring Fillan mit Freude zu-rück‘.
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