Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
123
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123Fünftes Buch.rück. Künftig kann er stehn allein. SeineBildung gleicht seinen Vätern. Seine Seele isteine Flamm ihres Feuers. Sohn des im Wagengetragenen Morni schreit hinter dem Jüngling.Laß deine Stimme ſein Ohr erreichen, von denRanden des Kriegs. Nicht unbekannt rollt dasTreffen vor dir, du Schildezerbrecher!Plötzlich schritt der König zu Cormulslüftigen Felsen hinan. Zu Zeiten schießt vonseinem Schilde das Licht, wie sich der Königder Helden langsam bewegt. Sein Aug rolltseitwärts über die Heyde, wie im Voranrückendie Reihen sich ordnen. Zierlich fliegen seine halb-grauen Locken um das Antlitz des Königs, dasitzo schreckbare Freude beleuchtet. Ganz mächtigist der Führer. Hinter ihm schritt ich düsterund langsam. Gauls Stärke kömmt plötzlichvoran. Sein Schild hieng los an seinem Gerieme.Eilends sprach er zu Ossian. Bind diesen Schild,Erzeugter von Fingal, bind ihn hoch an derSeite von Gaul. Ihn könnten die Feinde er-blicken, und glauben, ich hebe den Speer. Sollich fallen, verbirg mein Grab in dem Feld'. Dennohne Ruhm muß ich erliegen, mein Arm kannmein Eisen nicht heben. Laß nicht Evirchomaes hören: daß sie nicht zwischen ihren Locken er-röthe. Die Mächtigen sehn uns o Fillan! laßuns den Kampf nicht vergessen. Warum solltensie, von ihren Hügeln, zur Hülfe unsres fliehen-den Heeres, hinabsteigen?Er schritt voran im Klang' seines Schilds.Meine Stimme verfolgte ihn, wie er gieng.Soll