Temora.110Hauch der Nacht flog über seine pfeiffendenLocken.Sein Bruder kam zu seinen Träumen,halb auf seiner hangenden Wolke gesehn. Freudestieg dunkel in seinem Gesicht', er hatte Car-rils (*) Lieder vernommen. Ein Hauch stützteseine dunkelberandete Wolke; die er vom Busender Nacht zu sich riß, da er zu seiner luftigenHalle, mit ſeinem Ruhme aufſtieg. Halb mitdem Rauschen des Stromes gemengt, goß erſeine ſchwachen Worte heraus.Freude begegne der Seele von Cath-mor, seine Stimme an Moi-lena hat ihre Wir-kung gehabt. Der Barde gab Cairbar sein Lied.Er reist auf dem Winde. Meine Gestalt ist inder Halle meines Vaters, wie der Lauf einesschrecklichen Lichts, das durch die Einöde, ineiner stürmischen Nacht hinschießt. Kein Bardesoll(*) Carril, Sohn von Kinsena, sang auf Ossians Be-fehl ein Todtenlied über dem Grabe Cairbars, siehdas Ende des 2ten Buchs. In allen diesen Gedichtensind die Besuche der Geister an ihre lebendige Freundekurz, und ihre Gespräche dunkel. Welche beydeUmstände dahin zielen, eine feyerliche schauervolleDunkelheit, über diese übernatürliche Scenen zuwerfen.
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