Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
111
Einzelbild herunterladen
 

Viertes Buch.111soll fehlen bey deinem Grab', wenn du in deinenSchatten niederliegst. Die Söhne des Lieds lie-ben die Tapfern; Cathmor dein Name ist einliebliches Lüftchen. Die traurigen Stimmen stei-gen empor! auf Lubars Felde tönt eine Stimme!noch lauter, ihr schattigten Geister! Ruhmvollwaren die Todten! heisser steigt der schwacheSchall. Man hört den rauhern Windstoß allein!ach bald wird Cathmor niedergelegt!" Gerolltin sich selber flog er hinweg, weit in den Busender Winde. Die alte Eiche vernahm seine Schei-dung, und wallte ihr pfeiffendes Haupt. Cath-mor springt aus seiner Ruhe. Er hascht seinentödtlichen Speer. Er hebt seine Augen um sichherum, er sieht nur dunkelberandete Schatten.Es war die Stimme des Königs,sagt' er, aber die Bildung ist itzo vergangen.Ihr Kinder der Nacht, eure Pfade sind unbe-zeichnet in der Luft. Oft werdet ihr, wie einzurückschiessender Strahl, in der wilden Wüstegesehn: aber ihr zieht euch in eure Wirbel zurück,ehe unsre Schritte sich nahn. Geh dann duschwaches Geschlecht! ihr habt keine Kenntniß!eure Freuden sind schwach, wie Träume unsrerRuhe, wie leichtbeflügelte Gedanken, die unsreSeele durchkreuzen. Soll Cathmor bald nieder-liegen, dunkel in seiner engen Behausung gestreckt?wo kein Morgen mit seinen halbgedfneten An-gen erscheint? weich' Schatten! an mir ist's zukämpfen! es schwinden alle weitre Gedanken! ichstürze auf Adler=Flügeln voran, meinen Strahdes Ruhms zu ergreissen. Im einsamen strö-mig-