60Temora.muth seiner Seele zog' sich, langsam, der Königvon Atha zurück. Er glänzte hernach, in demSüden; aber bleich wie die Sonne des Herbsts,wenn sie, in ihren Kleidern von Nebel, dieStröme von Lara besucht. Thau bedeckt daswelke Gras: das Feld, obwohl glänzend, isttraurig„Warum erweckt der Barde vor mir,sagte Cathmor, "das Gedächtniß derer, die flo-hen? Hat ein Geist, aus seiner dunklen Wolke,deinem Ohr sich vorwärts geneigt; Cathmorvom Feld zuschrecken, mit Geschichten der vori-gen Zeiten? Ihr Bewohner der Säume der Nacht.Eure Stimme ist nur ein Hauch für mich;der das graue Haupt der Distel ergreift, undauf den Strömen seine Bärte zerstreut. In mei-nem Busen herrscht eine Stimme. Andre hörensie nicht. Seine Seele verbietet dem König vonErin, zuruͤck zu beben vom Krieg'.Der Barde sinkt, beschämt, zurück in dieNacht: er beugt' sich einsam über einen Strom.Er dachte der Tage von Atha, da Cathmorſein Lied mit Freude vernahm'. Seine Thränenfliessen herab. In seinem Barte saussen die Winde.Brin schläft in der Weite. Aber Schlaf ruhtnicht auf den Augen von Cathmor. Dunkel,in seiner Seele, sah' er den Geist des gefallenenCairbar. Er sah' ihn, ohne sein Lied, gerollt inden Hauch der Nacht. Er stieg'. Um dasHeer giengen seine Schritte; er schlug' zu Zeitenauf seinen schallenden Schild. Der Klang er-reichte
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