61Zweytes Buch.reichte Ossians Ohr, auf Moras moosigtemGipfel.Fillan,“ sprach ich, “ die Feinde rückenheran. Ich vernehm' den Schild des Kriegs.Du steh' im engern Pfad'. Ihren Lauf soll Os-sian bemerken. Stürzt sich das Heer über mei-nen Fall; dann laß den Klang deines Schildesvernehmen. Erweck' den König auf seiner Heyde,damit sein Ruhm nicht entfliehe. Ich schrittin all meinen rasselnden Waffen, und sprang' weilüber einen Strom, der sich vor dem König vonAtha, dunkel im Feld' durchkrümmte. Der Kö-nig des grünenden Atha, begegnete mit erhobe-nen Speer' meinem Lauf, jetzt hätten wir imschrecklichen Kampf' uns gemengt, wie zwey strei-tende Geister, die vorwärts über zween Wolkengebogen, die brausenden Winde verschicken; hätteOssian nicht, in der Höhe, den Helm der Kö-nige von Erin bemerkt. Brausend im Wind',breitete sich darüber, der Flügel des Adlers.Durch das Gesieder schaute ein röthlichter Stern.Ich hielte meine erhobene Lanze zurück.„ Vor mir ist der Helm der Könige!Wer bist du, du Nachtsohn? Soll Ossians Lanzeberühmt seyn, wenn du am Boden niederliegst?Plötzlich entsank' ihm der blitzende Speer; dieGestalt schien' vor mir zu steigen. Er streckteseine Hand in die Nacht. Er sprach die Worteder Könige.„O Freund der Geister der Helden, treffich dich also in Schatten? Ich hab' deine stattli-chen
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