Temora.o Althan! können meinem Arm' noch Kräfte ver-leihn. Hast du von Semos Sohn' nichts ver-nommen, dem Beschützer des hohen Temora?er könnt schon zurück seyn mit seinem Ruhm'. Erversprach diese Nacht hier zu seyn. Ihn erwar-ten meine Barden mit Liedern. Mein Mahl er-geußt ſich in der Halle der Könige.Schweigend vernahm' ich den König.Meine Thränen begannen zu fliessen. Ich ver-barg sie mit meinen veralteten Locken. Der Kö-nig bemerkte mein Leiden. "Conachars Sohn!"sagt' er, "ist Semos Erzeugter (*) gefallen,warum bricht heimlich dein Seufzer? kömmt derim Wagen getragene Torlath? Naht sich derKlang des rothhaarigten Cairbar? sie kommen!denn ich seh' deine Wehmuth. Der Führer desmoosigten Tura erliegt! soll ich nicht stürzen zurSchlacht? aber ich kann die Lanze nicht heben!o hätte mein Arm die Kräfte Cuthullins, baldwürde Cairbar fliehn; der Ruhm meiner Väterwürde erneuert, und die Thaten verflossener Jahre.“Er haschte seinen Bogen. Von seinen beydenfunklenden Augen flossen Thränen herab.Weh-muth(*) Cuthullin wird König von Tura, von einem Schloßdieses Namens in der Nachbarschaft Ulster genannt,wo er wohnte, ehe er in der Minderjährigkeit Cor-maes die Verwaltung der Sachen von Ireland in dieHände bekam.
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