Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen
 

Erſtes Buch.von Hügel zu Hügel. Sein Schild war däm-mernd neben ihm. Es war' Semos Erzeugter.Ich kannte das Antlitz des Kriegers. Aber erverschwand in seinem Wirbel; und alles wardunkel umher. Meine Seele ward traurig. Ichgieng zu der Halle der Muscheln. Tausend Lich-ter stiegen empor. Hundert Barden stimmten dieHarfen. In der Mitte stand Cormac, wie derStern des Morgens, wenn er auf dem östlichenHügel frolockt, und seine jungen Strahlen imRegen befeuchtet. Sein Fortgang in der Höheist glänzend und still. Aber nah' ist die Wolke,ihn zu verbergen bestimmt. Arthos (*) Schwertwar in der Rechte des Königs. Er beschauteseine glänzende Hefte mit Freuden, dreymal ver-suchte er die Klinge zu ziehn, aber dreymal miß-lung ihm sein Vorsatz; an seinen Schultern sprei-ten sich seine gelblichten Locken. Roth sind dieWangen des Jünglings. Ich trauerte über denStrahl der Jugend, bald sollt' er verlöschen!Althan, sagte er lächlend, hastdu meinen Vater gesehn. Das Schwert des Kö-nigs ist schwer; gewiß sein Arm war stark. Okönnt' ich ihm gleichen im Kampf', wenn dieWuth seines Zorns sich hob! dann wär' ich mitCuthullin, Cantelas im Wagen getragenemSohn' begegnet. Aber die kommenden Jahre,(*) Arrh oder Artho, Vater von Cormar, König vonIreland.