Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
24
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24Temora.Steinen hängt das Mooß; dort herrscht der trauer-volle Wind. Die Schlacht wird gekämpft ohnedich. Du wirſt nicht mehr die dunkelbraunenHirsche verfolgen, wenn der Krieger von Schlach-ten zurückkehrt, und von andern Ländern erzehlt;„Ich habe ein Grab,“ wird er sagen, “beymrauschenden Strome gesehn, die dunkle Wohnungeines Führers. Ihn stürzte der im Wagen ge-tragene Oscar, der erste der sterblichen Menschen,ich werd vielleicht seine Stimme vernehmen. EinStrahl der Freude wird steigen in meiner Seele.Die Nacht wäre in Trauren herunterge-stiegen, der Morgen in Schatten der Wehmuthgekommen. Unsre Krieger wären gestanden, wiean Moi=lena kaltträuflende Felsen, und hättendes Krieges vergessen; hätt' nicht der König ihreWehmuth zerstreut, und seine mächtige Stimmeerhoben. Die Führer heben ihre Häupter herum,als wenn sie von Träumen erwachten.„Wie lang sollen wir weinen an Moi-lena, wie lang unsre Thränen in Erin vergießen?Der Mächtige wird nicht rückkehren. Oscarwird nicht in seinem Vermögen aufsteigen. Einstmüssen die Tapfern fallen, und auf den Hügelnnicht mehr bekannt seyn. Wo sind unsre Väter,o Krieger! die Führer der Zeiten der Vorwelt?Sie sind wie Sterne heruntergestiegen, die sonstin schimmerendem Lichte hell glänzten. Wir hö-ren nur den Schall ihres Ruhms. Aber sie wa-ren in ihren Tagen berühmt. Sie waren dasSchrecken der Vorwelt. So müssen wir vergehn,im Tag' unsres Falls. So laßt uns berühmt seyn,wenn