Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
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Vorrede.Dichter. Obwohl zweyhundert tausend Römer,da Virgil ins Theater kam, aufstanden, konntedoch der einzige Varius die Aeneid verbessern. WerRuhm erhält, muß ihn durch lautere Mode erhal-ten, und seine Eitelkeit mit dem Lobe der Män-ner begnügen, deren Urtheil er nicht gutheissenkann.Man muß gestehn, daß die folgenden Ge-dichte mehr Macht haben, sehr fühlbare Herzenzu reitzen, als jene, die all ihre Empfindungen,durch das Ohr empfangen. Die Neuigkeit desKlangs in der so genannten prosaischen Ueberse-tzung, obwohl sie nicht des Wohllauts beraubtist, wird gemeinen Lesern die Abwesenheit desRythmus nicht ersetzen. Der Verfasser selbstwar auch dieser Meynung; obwohl er dem Ur-theile andrer sich ergeben, in einer Gattung,welche Freyheit und Würde des Ausdrucks bietet,an statt Fesseln, welche die Gedanken verdrängen,da sie den Wohllaut der Sprache erhalten. Erwar)(