Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
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Vorrede.eines Werks. Wenn Flüsse die Gränzen der Fä-higkeit so wie die Gränzen der Länder bestimm-ten; könnte ein Verfasser sein Glück durch dieBreite, worunter er gebohren wäre, abmessen,Einige, die ohne Grund sprechen, sagen, derVerfasser habe seine eigenen Werke, um einenTheil dieses Uebels zu vermeiden, einem andernNamen zugeschrieben. Wenn er den Dichter indas Alterthum gesetzt hat, mußte er disseits desTweeds gebohren seyn.Diese Bemerkungen zielen nur auf dieLeichtsinnigen in der Litteratur; jedoch machendiese den größten Theil in jedem Jahrhunderteund Volke aus. Dieses Land ist reich an Leutenvon wahrem Geschmacke; aber ihre Stimme istverschlungen im Geschrey eines Haufen, der dieDichtkunst, wie die Kleidung nach der Mode richtet.Wahr ist es, daß eben so viel Geist erfordertwird, recht zu richten, als wohl zu schreiben;und gute Urtheiler sind eben so rar, als großeDichter.