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ist es interessant, zu sehen, wie Professor Floß Beweise schmiedet.Man wundert sich nämlich, wenn eigentlich nichts gesagt werdenkann, wie dieser Mann dieses dicke, bald 400 Seiten starke Buchschreiben kann. Er streitet auf 30 Seiten darüber — nachdemer auf der ersten Seite davon spricht: wir werden jetzt zu unter-suchen haben, ob dieses nach Konstantinopel gebrachte Kleid auchdas echte Kleid ist? — welches nun das echte Kleid sein könne,da es in Konstantinopel allerdings zwei Kirchen gibt, welchebeide behaupten, das echte Kleid der Jungfrau Maria zuhaben. Er führt aus, diese Kirche kann es nicht haben, ausdem und dem Grunde, sondern jene, denn dort sei auch diesund jenes Heiligtum gewesen und er fahrt dann zum Schlüssefort: demnach ist das echte Kleid in Konstantinopel in der einenKirche gewesen, und — das ist dasjenige in Aachen! Nun fragtman sich doch immer wieder, wie kommt das nach Aachen? Unddafür liegt gar kein Anhaltspunkt vor, gar keiner. Im Gegen-teil, wir sehen in der Zwischenzeit, daß allüberall in derChristenheit sogenannte Kleider der Jungfrau Maria aufbewahrtwerden. Der gute Floß baut zum Beispiel in seinem Bucheeinen Beweis, der selbst gegen ihn spricht; er sagt, in derKathedrale in Chartres in Frankreich ist auch ein Kleid derMaria gewesen. Aber in der Zeit der französischen Revolution,die alle Zeit etwas fest zugegriffen hat, wurde 1793 eine statt-liche Kommission beauftragt, dieses sogenannte Chartresheiligtumzu eröffnen, und man fand nun einen feidenen Ueberzug, inwelchem Blumen und Vögel eingewebt waren. Es ist abernicht denkbar, daß im Volke Israel Bilder in feidenen Ge-wändern vorhanden gewefen. Darin hat man einen andernfeidenen Ueberwurf gefunden, der aber sicherlich nicht das Kleidder Maria war. Aber in der katholifchen Kirche war manfchnell mit der Ausrede bei der Hand: das ist der Kopfüberwurfder Jungfrau Maria gewefen, nicht das Kleid; aber weil es inChartres einfach das Kleid genannt worden ist, woher kommtdas? Das kann nur daher kommen, weil in Aachen das wirk-liche Kleid gewefen ist, und die Aachner Benennung „Tunika"hat sich auch nach Chartres auf das ganz andersartige Gewandder Maria bezogen. Meine lieben Freunde, wenn man soetwas liest, dann greift man sich an den Kopf, und fragt sich,darf denn überhaupt ein solches Buch gedruckt werden! Ginsolcher Mann wird von der preußischen Regierung als Professorbezahlt und soll Wissenschaft leisten! Ist das nun Wissenschaft,wenn er solche Dinge leistet? Ich habe auf Seite 28? desFloßfchen Buches mir einmal einen Beweis aufgefchrieben, wo
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