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Kölner Universität bis zur Mitte des sechszelmten Jahrhundertsin einiger Zeit zu erwarten, indem auf den Antrag des HerrnDr. Höhlbaum die Gesellschaft für rheinische Geschichtskundedieselbe beschlossen und in die bewährte Hand des Herrn Di-rectors Dr. Schmitz gelegt hat. Aus einer späteren Matrikel derUniversität Köln von 1502 hat Professor Crecelius in ElberfeldAuszüge von Namen aus den Ostseeprovinzen gemacht,' die inden Sitzungsberichten der gelehrten ehstnischen Gesellschaft zuDorpat vom Jahre 1878 abgedruckt und hier wiederum benutztsind. Im Jahre 1881 erschienen in den Geschichtsquellen derProvinz Sachsen ßd. VIII. „Acten der Erfurter Universität." be-arbeitet von Dr. J. 0. Hermann Weissenborn, und unter denselbenauch die allgemeine Studentenmatrikel. Erste Hälfte, 1392 bis1492. Im Sommer dieses Jahres, 1884, folgte dann ein zweiterBand der Acten der Erfurter Universität, welcher neben Ande-rem auch die zweite Hälfte der allgemeinen Studentenmatrikelvon 1492—1636 enthält. Obgleich zur Zeit der Herausgabe des-selben der Druck der vorliegenden Schrift schon vorgeschrittenwar, so konnte doch noch ein Auszug aus der Portsetzung derErfurter Studentenmatrikel gebracht und am Schluss hinzugefügtwerden. Dieser Auszug ist nun aber sehr dürftig ausgefallen,denn während des betreffenden langen Zeitraums von einhundert-undvierzig Jahren sind nur sechs Livländer, und zwar in grossenZwischenräumen, in Erfurt immatriculirt worden. Auf die Ab-nahme des Besuchs der Universität Erfurt, namentlich von Liv-land aus, mag nicht blos die stattgehabte Errichtung verschiedeneranderer Universitäten im sechszehnten und im Anfang des sieb-zehnten Jahrhunderts und der wachsende Ruf einiger unter die-sen, sondern auch der Umstand von Einfluss gewesen sein, dassErfurt unter der Herrschaft der Kurfürsten und Erzbischöfe vonMainz bis an das Ende des siebzehnten Jahrhunderts eine vor-wiegend katholische Universität blieb, auch die im Jahre 1566durch wohlthätige Bürger gestiftete theologische Pacultät Augs-burgischer Confession sich nicht hätte halten können und im An-fange des siebzehnten Jahrhunderts nur noch dem Namen nachvorhanden war. Auch die andern Pacultäten wussten nichteinen hervorragenden dauernden Ruf zu erlangen. So wurde
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