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für Zeitungen und andere Werke grössten Formates wurde imeinzelnen Falle eine besondere Vergütung festgesetzt. DieseEinrichtung bewährte sich nicht, da die übrigen Dienstgeschäftedes Dieners unter den Buchbinderarbeiten zu leiden hatten: zudemwar eine Kontrolle über die Verwendung des auf städtischeKosten beschafften Materials nicht ausführbar; eine Ersparnis istin der That nicht erzielt worden. Die Arbeiten werden seitmehrern Jahren an hiesige Buchbindermeister vergeben; nurdünne Broschüren, welche in grauen Aktendeckel geheftet werden,hat neuerdings der Bibliothekdiener innerhalb des Bibliothek-gebäudes herzurichten.
Die Kredite für Buchbinderarbeiten ') waren längere Zeit ganzunzureichend, da sie meist schon durch die teuern Zeitungs-bände zum grossen Teil in Anspruch genommen wurden. Erstseit Beginn des Etatsjahres 1883/84 steht der bewilligte Betragin einem richtigem Verhältnisse zu den Kosten für Bücher-anschaffungen; beide Kredite sind gegenseitig übertragbar, wo-durch kleinere Schwankungen ausgeglichen werden können.
Es werden durchweg dauerhafte und möglichst einfache Ein-bände gewählt, doch wird an dem Grundsatze festgehalten, dassder Einband der innern Ausstattung des Buches wenigstenseinigermassen entsprechen soll. Starke und gut ausgestatteteBände werden meist in Halbpergament, geringere Bände undZeitungen in Halbgrünleincn gebunden, dünne Broschüren inAktendeckel geheftet. Halbfranz- und Kalikobände werden, wennsie nicht bei Fortsetzungen unvermeidlich sind, überhaupt nichtmehr angefertigt, da sie erfahrungsmässig weniger haltbar undauch gegen Fäulnis weniger widerstandsfähig sind als Pergamentoder grüne Leinwand. Namentlich kommt die letztere, auch unterder Bezeichnung „Buchbinderlcinwand' bekannt, hier mit bestemErfolge zur Anwendung. Titelvergoldung wird nur bei Halb-pergament-, Halbfranz- und stärkern Halbgrünleinen-Bänden an-gebracht; geringere Bände und Broschüren werden mit grauemPapierschildchen beklebt, auf welchem der Titel handschriftlichnachgetragen wird.
») Vgl. S. 21.