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diese ist zwar ohne eine wenigstens oberflächliche Kenntnis') derhervorragendem Disziplinen nicht zu erreichen, dem tiefern Ein-dringen ist dagegen mit der Grenze desjenigen Gebietes, welchesder Einzelne wirklich beherrschen kann, eine Schranke gezogen,welche mit der fortschreitenden Arbeitsteilung und Abzweigungvon wissenschaftlichen Spezialfächern gewiss nicht weiter hinaus-gerückt wird. Auch das Gedächtnis des Bibliothekars für biblio-graphische oder litterärgeschichtliche Details hat seine natürlichenGrenzen; er mag von G über einen bestimmten Gegenstand existie-renden oder in der Bibliothek aufbewahrten Schriften 5 aus demGedächtnisse citieren, die sechste, für den Benutzer vielleicht diewichtigste, hat er vergessen. Dieses eine Beispiel wird genügen, umzu zeigen, dass auch der kenntnisreichste und vielseitigste Biblio-thekar mit guten Katalogen, welche von dem Wechsel der Per-sonen ganz unberührt bleiben, auf die Dauer nicht erfolgreichkonkurrieren kann.
Neben dem Interesse des Publikums steht nun dasjenige derBibliothekverwaltung; beide Interessen sind bestimmend für dieRichtung und für die Einzelheiten der Katalogisierungsarbeiten.
Alle Kataloge haben die gemeinsame Bestimmung, über dieBestände der Bibliothek zu orientieren; im einzelnen handelt essich aber bei allen Nachforschungen stets um eine oder mehrereder nachfolgenden Hauptfragen:
1. Was ist über einen bestimmten Gegenstand in der Biblio-thek vorhanden?
2. Ist ein dem Titel nach bestimmt bezeichnetes Werk vor-handen, und in welchen Ausgaben?
:'-. Welche Werke eines bestimmten Verfassers besitzt dieBibliothek?
4. Welche mit Rücksicht auf ihre äussere Herstellung —Druckort, Drucker, Jahr des Erscheinens, Material und dergl. —n&her bestimmten Werke besitzt die Bibliothek?
;"). In welcher Anordnung sind die Bücher aufgestellt?
G. Wo sind die einzelnen Werke aufzufinden?
Hiernach bestimmt sich die verschiedenartige Einrichtungund Bezeichnung der Kataloge; es sind zu unterscheiden:
M Vgl. Kbert, dio Bildung des Bibliothekars. 2. Ausg. Leipzig 1820.s. 10 ff.
Veröffoutllcliiingcii dor Starithibl. I. 4