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Als Ergänzung dient noch ein Band Nachträge und einAccessionskatalog. Über die Abteilung der Neulateiner istein Katalog nicht vorhanden; auch ein alphabetischer Hauptkatalogfehlt gänzlich; die Bibliothekverwaltung wird baldigst damit be-ginnen, einen solchen anzulegen, und zwar in Form von Zetteln,welche in den bereits bestehenden Zettelkatalog eingereiht werden.Nach dem Wortlaute des Übernahmevertrages soll die Gymnasial-bibliothek mit der städtischen vereinigt aufgestellt, d.. h. siesoll in den Räumen der letztern untergebracht werden; inwie-weit später eine vollständige Verschmelzung der beiden Biblio-theken auf der Grundlage des für die neuen Kataloge der Stadt-bibliothek eingeführten bibliographischen Systems vorgenommenwerden kann, ist eine Frage, welche sich nicht vorweg, sondernerst im Laufe der Zeit, und zwar lediglich nach praktischenRücksichten der Bibliothekverwaltung, entscheiden lassen wird.
Dass nach der Aufnahme der Gymnasialbibliothek die Be-nutzung der städtischen sich steigern würde, war vorauszusehen;die in den ersten Monaten nach der Vereinigung angestelltenErmittelungen machen für das Bibliothekjahr 1886/86 eine Zunahmeder Benutzungszififern um K) bis lOO°/ 0 sehr wahrscheinlich. Solldie Bibliothek diesen gesteigerten Ansprüchen gegenüber auch inder Zusammensetzung des Bücherbestandes leistungsfähig bleiben,so bedürfen die für Bücherankäufe. Einbandkosten und anderesachliche Ausgaben aufzuwendenden Kredite dringend einer ent-sprechenden Erhöhung, da die zum grossen Teil sehrwertvolle altere Litteratur ohne die Vermittlung der wichtigernErscheinungen der Gegenwart nur eine unfruchtbare Masse dar-stellen würde; die mit der Gymnasialbibliothek übernommenenZeitschriften, welche die Stadtbibliothek nicht ohnehin schon be-sass, werden fortzuführen, die von letzterer bisher gar nicht be-rücksichtigten Fächer — Philosophie und Philologie, besondersdie gesamte klassische Altertumswissenschaft — werden alljähr-lich mit einer Reihe von bessern Werken zu bedenken sein, wennder mit der Vereinigung der beiden Sammlungen beabsichtigteZweck: ihre gegenseitige Ergänzung, ihre Fortentwicklungauf erweiterter Grundlage und ihre erspriessliche Be-nutzung, soll erreicht werden können.
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