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Übersiedlung. Die Überführung der Bücher aus demRathausturme in das neue Gebäude wurde im Winter 1877/78bewerkstelligt; da der Archivsaal im Spanischen Bau für dieUnterbringung der Archivalien nicht ausreichte, so wurde ein Teilder letztern in den Bibliotheksaal des ersten Stockwerkes ver-bracht; in der Aufstellung wurde eine Scheidung zwischen denBestandteilen des Archivs und der Bibliothek nur beschränktdurchgeführt, wodurch die Übersicht über die Bestände sehr er-schwert wurde. Die Platzanleihe des Archivs bei der Bibliothekwurde erst im Jahre 1884 mit Rücksicht auf die Umarbeitungder Büchergestelle für die Gymnasialbibliothek aufgehoben.
Der gegenwärtig noch verfügbare Aufstellungsraum kann beieiniger Einschränkung noch für 10 000 Bände, also etwa für denvoraussichtlichen regelmässigen Zuwachs der nächsten fünf Jahre,ausreichen.')
Sicherheitsmassregeln. Was die Sicherheit der Bibliothekbetrifft, so waren bisher weder die Bücher noch das Gebäudegegen Feuersgefahr versichert worden; es ist aber dieser Frajjetrotz der gediegenen Bauart des Hauses bereits nahergetretenworden, da Wohngebäude sich in anmittelbarer Nachbarschaft be-finden; ebenso wird zu erwägen sein, ob nicht für den Fall einerBelagerung die Unterbringung der wertvollsten Sachen in denKellerräumen vorzubereiten sein würde.
Eine Beleuchtung der Bibliothekränme findet nach dem Vor-gange zahlreicher anderer Bibliotheken überhaupt nicht statt; dieHeizung der beiden Räume des Erdgeschosses geschieht einst-weilen noch durch Öfen; die oberen Säle sind, weil gar nichtheizbar, oft einem erheblichen Temperaturwechsel ausgesetzt, einUmstand, welcher erfahrungsmässig auf die Erhaltung der Büchernicht günstig einzuwirken pflegt. Auch die Ordnungsarbeiten inden obern Sälen müssen im Winter auf das notwendigste be-schränkt werden.
') Zur Erklärung sei bemerkt, das» der gegenwärtige Bestand etwa85 000 Bände beträgt, von denen 10 000 im Lesesaale, 35 000 im ersten,40 000 im zweiten Stockwerk aufgestellt sind. Der Lesesaal kann bei grössterAusnutzung des Raumes höchstens 13 000, jeder der beiden obern Säle etwa41000 Bände fassen, sodass also 3000+6000+1000=10 000 weitere Bändeuntergebracht werden könnten.