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Die Stadtbibliothek in Köln : ihre Organisation und Verwaltung ; Beiträge zu ihrer Geschichte
Entstehung
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spezielle Verzeichnis wird sich ergeben, wenn beide Bibliothekenvereinigt und neu katalogisiert werden." Darauf wird eine Anzahlder seit dem Jahre 182!) angeschafften, aber nicht mehr vorge-fundenen Werke namentlich aufgeführt; zur Anfertigung des inAussicht gestellten speziellen Verzeichnisses scheint es aber nichtgekommen zu sein; wenigstens ist ein solches weder in der Biblio-thek noch in den bei der städtischen Hauptregistratur befindlichenAkten aufzufinden gewesen.

Dubletten. Ist der Verlust einer so grossen Zahl von zumTeil recht wertvollen Werken tief zu beklagen, so konnte derBibliothek aus dem Erlös veräusserter Dubletten und Makulaturansehnlicher Zuwachs zugeführt werden. Ein erster Verkauf imJahre 1858 ergab ungefähr 180 Thaler, welche im Interesse desArchivs und der Handbibliothek des Archivars verwendet wurden. 1 )Ein weiterer Verkauf wurde im Jahre 18G2 in Aussicht genommenund kam endlich im November 1807 zustande; die Dubletten würdendurch die Firma J. M. Heberle versteigert, der Erlös betrug etwa350 Thaler und wurde zur Anschaffung von Büchern benutzt. 2 )Als wenige Jahre darauf der bekannte Aufruf zur Gründung einerneuen Bibliothek in Strassburg erlassen wurde, konnte die KölnerStadtbibliothek nur mit einigen wenigen Bänden zu diesem sogrossartigen und über Erwarten gelungenen unternehmen ihrebescheidene Beisteuer leisten.

Benutzung. Dass die Stadtbibliothek als öffentliche Biblio-thek zu betrachten sei, wurde schon bei Annahme der HellenscheuStiftung 3 ) anerkannt; es wurde später durch Veröffentlichung einesReglements für die Benutzung der städtischen Bibliotheken undArchive vom 17. Oktober 1857 förmlich ausgesprochen. In denSemesterberichten des Archivars wird der Besuch als einlebhafterund täglich steigender" bezeichnet:Die Bibliothek wird haupt-sächlich nur von Gelehrten benutzt; das andere leselustige Publi-kum findet hier wenig Material, was seinem Geschmack zusagte."Bei den im Journal des Archivars gemachten Angaben über denBesuch des Lesezimmers ist wohl in erster Linie an die Benutzung

') Ennens Bericht vom 1. Juli 1858.2 ) Ennens Bericht vom 2. Januar 1868.

') Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 21. Februar 18U7.

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