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umgearbeitet ist. Dass es ein Aachener war, der dieseUeberarbeitung vornahm und als zweites Buch derjenigenSchrift einverleibte, welche alles zusammenfassen sollte,was sich vom kirchlichen Standpunkt Rühmenswerthesüber Karl den Grossen sagen Hess, liegt auf der Hand,wenn man bedenkt, von welchem Gesichtspunkt allein einederartige Verkürzung der Legende vorgenommen werdenkonnte. Ausserdem aber gibt sich der Verfasser an meh-reren Stellen als Aachener durch Bemerkungen zu erkennen,die nur von einem solchen Autor herrühren können, dermit Aachen in den engsten Beziehungen stand. Am meistenGewicht dürfte in dieser Hinsicht wohl der Umstand haben,dass er (S. 81) der in Turpius Chronik 1 ) enthaltenen Auf-zählung derjenigen Kirchen, welche Karl der Grosse nachseiner Rückkehr aus Spanien mit Geschenken bedachte,die Aachener Jacobskirche hinzufügt 2 ), die bekanntlichnach einer Aachener Lokalsäge die Jagdkapelle Karls war.
Eine neue den Anforderungen der Wissenschaft ge-nügende Ausgabe der Aachener Compilation, bei welchernatürlich auch die übrigen mit Karls des Grossen Kanoni-sation in Verbindung stehenden litterarischen ErzeugnisseBerücksichtigung finden inüssten, würde eine empfindlicheLücke ausfüllen, deren Vorhandensein augenblicklich denUeberblick über diese Ueberlief'erung in ihrem Zusammen-hang sehr erschwert. Sie würde mit einem Schlage derdurchaus willkürlichen Ausbeutung einzelner aus dem Zu-sammenhang gerissener Nachrichten ein Ende machen.
Doch dürften vorläufig auch schon die vorstehendenZeilen die Wirkung haben, dass in Zukunft diejenigenQuellen, auf welche man sich seither stützte, um die Au-thentizität der Aachener grossen Heiligthümer nachzuweisen,nicht mehr als historisch glaubwürdige Ueberlieferung, son-
1) Cap. V; bei Ciampi 1. c. p. 11.
2) Diese Notiz übernimmt auch der Verfasser des Karlmeinet(S. 527).