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dem dritten Kapitel, das sich zwar in den Ausgaben Tur-pins von Schardius und Reuber x ) (Reiffenberg) nicht findet,wohl aber in der neuesten Ausgabe von Ciampi entbaltenist. Den Abschluss bilden mehrere auf die KanonisationKarls des Grossen bezügliche Abschnitte.
Am meisten Interesse hat für uns an dieser Stellenatürlich der zweite Abschnitt. Derselbe bildet, wie vor-hin bemerkt wurde, eine fast wörtliche Wiedergabe derc Descriptio', aber mit Ausnahme des Schlusses, was schondie Ueberschrift andeutet. Was der Verfasser dieserAachener Compilation im letzten Kapitel dieses Abschnittes(S. 72 ff.) in Uebereinstimmung mit der'Descriptio' erzählt,ist die Ueberbringung der Reliquien nach Aachen, ihrewunderthätige Wirkung, die Einrichtung der Heiligthums-fahrt und des Marktes in Aachen; er unterlässt die Auf-zählung der an dem fingirten Aachener Conzil theilnehmen-den Prälaten und verweist dafür auf die „historia, undehaeo excerpta sunt" — eben die 'Descriptio', welche dieseAufzählung enthält. Der ausser allem Zweifel stehendeZusammenhang mit ihr ergibt sich ohne weiteres auch ausder Bezeichnung 'Aquilae capella' für Aachen, die ja obenals charakteristisch für diese ganze legendarische Ueber-lieferung bezeichnet wurde. Erst in den Schlusskapitelnfindet sich die Bezeichnung Aquisgranum.
In diesem zweiten Abschnitte sehen wir also eineWiederholung der um ein Jahrhundert älteren c Descriptio\in welcher aber der ursprüngliche Schluss, die Uebertra-gung der' Reliquien und des Marktes von Aachen nachSaint Denis willkürlich weggelassen und die Schilderungder Vorgänge, soweit sie auf Aachen Bezug haben, in etwa
1) Simon Schardius, Germanicarum rerum quatuor cele-briores vetustioresque cbronographi (Frankfurt 1566) p. 1—13; Ju-stus Reuber, Veterum scriptorum tomus unus (1619) p. 67—88.Von letzterer Ausgabe veranstaltete einen Nachdruck Reiffenberg,Philippe Mouskes I, 489—518. Vgl. Ciampi 1. c. p. 99.