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Markt werden dann durch Karl den Kahlen nach SaintDenis verlegt.
Das ist die älteste Version, in welcher sich die Le-gende mit ihrer Beziehung auf Aachen und Saint Denisdarbietet. Verfasst wurde dieselbe, wie schon erwähnt, amEnde des 11. Jahrhunderts höchst wahrscheinlich vor demAblauf des Pontifikats Papst Gregor VII., also vor demJahre 1085 J ). Der Autor ist unbekannt, war aber jeden-falls Mönch im Kloster Saint Denis und hatte die Absicht,den Pilgern, die nach Saint Denis kamen, um die Reliquienzu verehren, die dort zur Zeit des unter dem Namen Tendit'(landit, indictum) bekannten Marktes vorgezeigt wurden,die Herkunft dieser Reliquien zu erklären. Dass der Ver-fasser der Legende in der Form, wie sie uns vorliegt, einFranzose war, ergibt sich mit aller wünschenswerthen Sicher-heit aus dem Namen, mit welchem er die Stadt Aachenbezeichnet. Neben der gewöhnlichen lateinischen Bezeich-nung dieser Stadt c Aquisgranum' erscheint nämlich mehr-mals der auch weiterhin für die gesammte Ueberlieferungcharakteristische Ausdruck 'Aquilae capella' der sich ohneweiteres als eine missverständliche Uebertragung des fran-zösischen c Aix la Chapelle' zu erkennen gibt. Ob aberetwa früher schon in Aachen eine Legende angefertigt wor-den 2 ), welche der Descriptio zur Quelle diente, die Er-zählung aber nur bis zur Translation der Reliquien nachAachen führte und dann später in Saint Denis um denSchluss, die Uebertragung der Reliquien und des Marktesdurch Karl den Kahlen in dieses Kloster, vermehrt wurde,darüber lässt sich einstweilen, bevor eine kritische Ausgabeder Descriptio vorliegt, nichts sagen.
Trotz ihres durchaus unhistorischen Charakters fanddiese Compilation, die ja in der That nur eine damals all-
1) Lebeuf, 1. c. p. 139.
2) Das behauptet Gaston Paris, La poesie du moyen ägep. 145: legende latine, ecrite ä Aix et remaniee ä Saint Denis.