der Sonnen-Uhren.
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Uhren zu ver-assen verstehe/bey folgendenl sehen möge/ier maffen ver-stunden weift: Dann weilus-Lim (wel-lst als ob die
Nhr gerad unter dem ^uawre stünde/und ihr Zeiger ein Stück von der Welt-Achse oderPolus-Lini wäre) und aber die Sonne allemal in 24. Stunden unter dem ^quarnre oder ei-nem parallel» berumlauffet / so muß sie auch nothwendig alle 24. Stund just um eine solcheHqumoHial-Uhr herum lauffen. Nun aber ihr Lauff gleichförmig / und in einer lochen Uhrein Cirkel in 24 gleiche Theil getheilt ist ( wiewol in der Figur nur 12. angedeutet sind) so fol- <get daß alle Stunden (soofft nehmlich die Sonn am Himmels ihres Kreises d.i. i<- GradDurchlässen) auch derjenige Strahl welcher gerad auf den Zeiger zustreichet/ einen solchen Theilauf der Uhr-Flache durchlaufte/ und von einem Punct auf den andern komme; also nehmlich,wann die Sonne zum Exempel bey ^ aufgegangen und einen Strahl bey a auf den Zeiger zuqe-schicket/ daß innerhalb 2. Stunden (in dem die Sonne 30. Grad am Himmel gestiegen) besag-ter Strahl gleichfalls über 2. Theil hinau/ gestiegen seyn/ und durch b auf den Zeiger zusircichenmüsse/ :c. Es ist aber auch dieses bekannt aus Optischen Gründen/ daß eines Zeigers Schat-ten dem Strahl der Sonnen welcher den Zeiger trifft/schnurstracks entgegen und mit ibm in einerlim sey/ gleich wie auch die 24. gleiche Theilungen auf der Uhr-Tafel immer zwey und zwey ge-geneinander über mit dem Mittelpunct/wo der Zeiger eingestecket ist/in eine gerade Lini fallen'Woraus dann unfehlbar folget/ daß/ wann z.e.die Sonne einen Strahl durch a auf den Zeigerwirft (welches allzeit um 6. Uhr zu Morgens geschihet/wann sie nemlich gerad gegen Ost stehet)als dann der Schatten gegen über auch auf 6. fallen: so bald aber durch ihr Steigen bemeld-ter Strahl über 2 Theil biß m l, hmaufgerucket/ der Schatten gegenüber auch um 2 Theil weister/ nehmlich auf8. treffen muffe/ und so fort.
Noch änderst kan ihmc der günstige Leser die Sache und zwar folgender gestalt bekannt ma-chen: Es ist bekant daß die Sonne stars zwischen denen zweyen "lropici«, (üancri nehmlich undcapriculni, lauffe und alle Tag von Morgen gegen Abend einen neuen Circkel beschreibe/ welcheman dahero Qrculoz 6luinc>5 nennet/ unter welchen Iropicuz Oancri ihr äusserster gegen Nor-den ist / um welchen sie in 24. Stunden herum laufft den Tag wann sie in den Krebs eingebet;der ander äußerste aber gegen Suden der 1>«picu5 O.pricarni, den sie durchlauffet wann sie dasZeichen des Steinbocks berühret.
In dem sie nun das übrige gantze halbe Jahr (biß sie nehmlich vom Steinbock zum Krebsoder vom Krebs zum Stembock auf und absteiget) zwischen solchen beyden äussersten alle Tag ei-nen andern Kreiß beschreibet/ so ist offenbar daß ihr gantzer vollkommener Lauff im Himmel ei-nen Cylinder beschreibe/ dessen oberste Scheibe oder Deckel ist der "lropicu^ (^ancri oder Krcbs-Circkel (wie in beygesetzter Figur die Scbeibe^.) die unter oder Grundscheibe aber der Iwpicus r>>.m^<ÜÄpriwrni oder Stcinbocks-Circkel/ welcher in der Figur durch die Scheibe L angedeutet ist. l-u,"'Wann man nun diesen Cylinder ihme durchsichtig einbildet (wie er dann am Himmel durchsich-tig ist) die äxin munäi ^ L aber als einen körperlichen Zeiger betrachtet/ und beyde Scheibenin GeMncken in ihre 24.gleiche Theil einthci et (hier sind Deutlichkeit halber nur 12 gcmachet)so erhellet/ daß/ wann die Sonne im Sommer unter dem l>apic.o cancri lauffet und gerad amMittag einen Strahl durch die obere 12 cml> zuwirffc/daß alsdann nit allein die Achse oder derZeiger von ^ an Wf die gegenüberstehende 12. ihren Schatten werffe/fondern die gantze Achsedurch die gantze Lange des Cylinders herunter von 12 bey ? biß unten am 12 bey c ihren Schat-ten erstrecke; und also auch auf der untern Scheibe (ob schon die Sonne um die obere lauffet)dannoch der Schatten aus dem Mittelpunct der Scheibe L auf 12 bey c falle; welches dann inallen Stunden gleiche Beschaffenheit hat/ und auf gleiche Weise sich verbalt wann die Sonneum die untere Scheibe im Steinbock lauffet. Dann wann sie zum ex.von Mittag an 30 Gral)abwerts gestiegen/daß ihre Strahlen durch 2 auf die Achse« ^. fallen/so streicht nit nur der Schat-ten von ü auf die untere 2 / sondern die gantze Achse ^r> wirfft ihren Schatten nach des Cylin-ders gantzen Länge auf die Lmi welche von 2 bey ^ unten auf 2. bey ? oben hinauf streichet/ da-her auch nothwendig aufder obern Scheibe des Zeigers Schatten aus ^ auf2 fallen muß.
Woraus dann endlich unfehlbar zu Messen ist / daß/ wann man einen solchen Cylindsr/dermit seiner Achse qegen dem ?ulo also erhöhet/ und auf der obern und untern Scheibe in 24 glei-che Theile getheilet/ auch solche Theile nach der Lange berunter auf des Cylinders ausser« Flachedurch gerade Linien zusamm gehängt sind; wann man/sprich ich/einen solchen Cylinder an einemandern Ort/ wo man will/ seiner obern und untern Scheibe parallel durchschneide; oder (welcheseben so viel ist) wann man eine in 24 gleiche Theil getheilte Scheibe mit ihrem senckrecht eingehcff-tetem Zeiger recht nach des Polus Hohe erhebe und richte/ wie eines solchen Cylinders Scheibegerichtet sind/ alsdann des Zeigers Schatten abermal die Stunden richtig weisen und eine so ge-nannte ^umoÄial-Uhr verfertigen müsse. Welches dann/ wann es wol gefastet ist/in fol-genden Anmerckungen ein Helles Liecht geben wird/ worinnen wir weisen wollen/ wie alle andereSonnen-Uhren eben so wol als dise ^uinoäial.Uhr aus dem Durchschnitt eines solchen Cylin-ders entstehen/ nachdem nemlich derselbe entweder dem Nori-onr oder dem Vcnical Kc. paralleldurchschnitten wird.
3. Bey num. 4. und s.kan dieses noch mit bemercket werden/ daß/ wann man zwischenden gefundenen Stunden-Linien auch die halben und Viertel stunden oder auch die Drittel :c.'haben wolte/ jeder 24ster Tbeil des Circkels wieder in 4. oder 3. gleiche Theile müste getbeilet/und hernach aus dem Centro L durch alle solche Puncten auch Linien musten gezogen werden;welches em jeder selbst«« wird urtheilen und auch auf alle folgende Uhren leichtlich ziehen und appli-«um tonnen.
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