Druckschrift 
Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
Entstehung
Seite
125
Einzelbild herunterladen
 

125In seiner Kirchenreformation trug er aufdie Verbesserung der höhern, und niedern Schu- len an, und dem Zufolge bestimmte er für diehiesigen Schulen 7 Lehrer; allein er war seiner Glaubenssäze verdächtig geworden, und hattedaher das Glück nicht, die Geistlichkeit von der Nothwendigkeit seiner Vorschläge zu über-zeugen. Er ward vielmehr seiner Kirchenrefor-tion halber beim Pabst, und Kaiser verklagt,und ihm ward bey Sträfe der Privation, die ser Reformation zu entsagen, anbefohlen. Daer sich hierdurch in die Unmöglichkeit, seinemAmte, mit Nuzen vorzustehen versezt fandentsagte er dem Bisthum im 77ten Jahre sei-nes Alters.Es gehöret gewis ein hoher Grad von unredlicher Consequenzmacherey dazu, hierausfolgern zu wollen, als wenn ich den Herman-nus a Weda, als ein Muster eines orthodoxenBischofs aufstellen, oder seine Reformation, in so weit sie Glaubenslehren betrift, anrühmen wollte. Die von mir bezeichneten Stellen ent- halten nur Verordnungen, die mit den Glau-benslehren in gar keiner Verbindung stehen; vielmehr zeige ich durch meinen Zusaz, daß der Hermannus a Woda, als einer, des Glau-bens verdächtiger in andern guten Einrichtun- gen nicht mehr hätte wirken können. Wie weitich folglich mich von dem entfernt halte, wasmir das Domkapitel zu Kölln andichten will,sehen Ewr. Kurf. Durchlaucht hieraus, und