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Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
Entstehung
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124 Die von ihnen angegriffene Stelle meinervor ihrem Throne gehaltenen Rede hebe ich aus: Der Erzbischof Hermann VI. hielt einen Pro-vinzialsinod, und erließ im Jahr 1544. eineKirchenreformation. Beide Theilen handeln vor-züglich über die Bildung der Jugend, und der Geistlichkeit. Merkwürdig sind die richtigen Grundsäze, welche er in dem Provinzialsinod über die Bildung der Geistlichen aufstellet. Sieverdienen hier angeführt zu werden.1) Befahl er, daß sowohl in den Kathe- dral= als Collegatkirchen ein Lehrer zum Unter-richt der Geistlichkeit angestellet werden, und dafür die Einkünfte einer Pfründe geniessensollte. 2.) Empfahl er, die Collatores Ordina-rios, besonders der Pfarreien zu bewegen, daß sie den Universitäten die Befügniß einraumen,ihnen die zur Seelsorge fähigen Männer an-zuzeigen, welche dieselbe alsdenn allen andernin Verleihung der Pfarreien vorziehen sollten.Dies sezt er hinzu, wird nicht wenig zur Be- förderung der Wissenschaften beytragen. 3) Damit die Geistlichen sich mit Eifer auf das theologische Studium legen, sollten sie während den 5 Jahren ihres Unterrichts dieEinkünfte ihrer Beneficien ziehen.4 In