120verlieren, die aber auch, der Religion unbe-schadet, unausgemacht bleiben können; singtSchüren nach, und übergehet, wie der ganzeWeltcörper ohne unmittelbahre Würckung Gotteskönne erhalten werden? Uebergehet er, wo dieSeelen derer Menschen, und Thieren sich würck-lich befinden, welche erst nach zehn, zwanzigund mehreren Jahren werden gebohren werden:Uebergehet er, wie Gott der Herr zur Mitter-nacht schlug alle Erstgeburt im Aegyptenlande vondem ersten Sohne Pharao an, der auf seinemStuhle saß, bis auf den ersten Sohne, der imGefängnüsse gefangen, fort alle Erstgeburt desViehes (2)? Uebergehet er, ob Gott der Herrohne unmittelbahre Würckung die Aegyptier mit-ten ins Meer gestürzt, und das wiedergekommeneWasser die Wägen, und Reuter, und alle Machtdes Pharao, welche ihme ins Meer nachgefolgtwaren, so bedeckt habe, daß nicht ein einziger da-von übergeblieben seye (3)? Uebergehet er, obGott ohne unmittelbahre Würckung dem Moy-ses gesagt habe (4): Sehe ich will da stehen vordir auf dem Fels herab: du sollst den Fels schla-gen, ſo wird Waſſer heraus lauffen, daß dasVolck trinckt? Uebergehet er, ob Christus ohneunmittelbahre Würckung auf der Hochzeit zu Cha-na das Wasser zu Wein gemacht habe? Ueber-gehet(2) EXOD. XII. v. 29.(3) Ibid. XIV. v. 27. & 28.(4) JOANN. II. v. 8. & 9.4
Druckschrift
Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
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120
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