10ten Hülſomitteln des Neides, und der Mißgunſtseine Zuflucht genommen.„ Und was beweiset denn auch ein ungün-„ ſtiger Ruf gegen mich? Iſt dieſer Beweisgrund„ gültig, so beschuldiget man auch den weisen„ Socrates einer Irrlehre, weil der Ruf bey„ den Griechen ihm nicht günstig war; und man„ muß die göttlicke Lehre Jesus selbst aus die-„ sein Grunde in Verdacht ziehen, weil er bey„ den Juden gewis in keinem ihm günstigen„Ruf stand, welches einem hochwürdigen Dom-kapitel doch unmöglich behagen kann.Will man auch einem öffentlichen Ruf noch„ einiges Gewicht geben, so verdienet doch gewisjener Ruf keine Achtung, der an einem frem-den Ort entstanden ist, wo weder ich, weder“ meine Lehre zur Gnüge bekannt sind. Warum„ erkündiget man sich, dieses Rufes halber, nichtvielmehr bey jenen, die besser um meine Leh-ren wissen, und meine Vorlesungen hören,„ oder wenigstens hören können? Bey welchen„ ich doch meines Wissens nicht in Verdacht ei-„ ner Irrlehre stehe, und keinen so ungünstigen„Ruf habe, wie das hochw. Domkapitel vor-„ giebt. Mir scheint es, ein hochw. Domkapitel,das sich in seinem Anschreiben an Seine Kur-fürstliche Durchlaucht für die Aufrechthaltungder katholischen Religion doch so sehr beeifert,zeige in der Befolgung der heiligen Geseze der-selben, besonders jenes der Nächstenliebe, das
Druckschrift
Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
Entstehung
Seite
107
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten