106Philosophen um desto unverzeihlicher wäre, in-dem in Ansehung der Vernunftgrundsäze, undphilosophischer Wahrheiten zwischen uns, undden Protestanten gar keine Zwistigkeit ist. Wiewenig aber dieses Lehrbuch gefährlich seye, er-hellet zur Gnüge aus dem vorigen.„Was die Beschuldigungen wider meine Per-„ son betrift; so sind diese schon mit jenen widerlegt,„ die man gedachten Lehrbüchern des Hn Federsmachte: Denn meine Zusäze und Anmerkungen,die ich in meinen Vorlesungen mache, sind„ nichts anders, als Erläuterungen, und deutli-chere Darstellungen der kurz zusammen gedräng-„ ten Säze des Herrn Feder. Ist nun in diesen„ nichts enthalten, was der Religion anstößig„seyn köonte, wie vorhin erwiesen ist; so kön-nen auch meine Erklärungen keinen vernünfti-gen Verdacht begründen.„Was den öffentlichen Ruf angeht, dermeiner Person ungünstig seyn soll, so begreifeich nicht, wie ein hochw. Domkapitel sich bey-gehen lassen kann, einem verläumderischen Rufzu trauen, den allerdings der Neid in einer„ Stadt ausgebrütet hat, wo man das Aufblühen„ unserer hohen Schule bekannter maßen ungernsieht, und ihren sich vermehrenden Glanz ger-„ne verdunkeln möchte; weil man aber durcherlaubte Mittel hiezu nicht gelangen kann, essehr natürlich ist, daß man zur Schmähsuchtund dem Verkezern ihrer Lehrer, als den lez-ten
Druckschrift
Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
Entstehung
Seite
106
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten