51§. 4.Welche löbliche, und edele Absichten hat dem-nach der Beschuldigte nicht, seiner, wohl zu ver-stehen, seiner, mithin nicht der Christcatholischen,heiligsten, warum nicht allerheiligsten Religion zunützen? Mit welcher Pharisäer Gerechtigkeit be-dauret, und beklagt er nicht, daß ungünstige Be-griffen von ihme dem hochwürdigsten Domcapiteldurch Leute beygebracht worden, welchen das Auf-blühen der Bönnischen Cacoͤdämonie, und seinschwärmerisches, litterarisches Emporstreben un-angenehm ist? Wer seynd wohl diese Leute? Ganzunbedenklich der Pabst, und die nicht denenArianeren (1) und Socinianeren (2), sondern demPabst anhangen, und mit dem H. Hierony-mus (3) sagen: Ego nullum primum nisi Chri-stum sequens, beatitudini tuæ, id est, Cathe-drae Petri communione consocior; super illamPetram aedificatam ecclesiam scio. Zu teutsch:D 2Ich(1) Die Arianer waren Ketzer, welche glaubten, daßChristus nur ein blosser Mensch, und in allemSinne geringer, als der Vatter seye. S. ZACCA-RIA Apparat. Omnig. Erudit. Part. I. Cap. V. pag. 172.AUGUSTAE VINDELICORUM MDCCLXXXIII.(2) Socinianer waren Ketzer, welche nebst anderen Ketze-reyen die Arianische erneuerten, und die allerheiligsteDreyfaltigkeit ablaugneten. S. ZACCARIA eit. Cap.V. pag. 198. Warum ich dieses bemerke, wird sich hernach ſchon veroffenbahren.(3) In dem obangezogenen Briefe ad Damasum.
Druckschrift
Des catholischen Pfarrers zu Calenberg fortgesetzte Aufklärungen des aechten Actenstucks der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem bönnischen Universitäts-Briefschranke
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten