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die neueren Vertreter der Verwaltungslehre die freie Bil-dung nicht gebührend berücksichtigen, noch zahlreicheklassische Zeugen aus anderen Berufsgebieten heranzu-ziehen ; es kann hier aber nur allgemein hingewiesen werdenauf die umfangreiche Literatur, welche alle die philosophi-schen, wirtschaftlichen, geschichtlichen, religiösen Einzelfra-gen hervorgerufen haben. Von namhaften Praktikern aufdem Gebiete des Bildungswesens sind E. Reyer und K. Nör-renberg zu nennen, deren agitatorische Tätigkeit ebensowirksam ist, wie ihre fachmännischen Schriften. FürunsereSonderfrage kommen vor allen diejenigen Männer in Be-tracht, an deren Tätigkeit sachlich und auch zeitlich alles an-zuknüpfen hat, was „im Kampfe um einengeistigenLebensin-halt" fürdieallgemeinenBildungsinteressen auch ausserhalbder Lehranstalten geschieht: unsere Pädagogen. Hier seienerwähnt die Schriften von A. Biese (Pädagogik und Poesie.Vermischte Aufsätze. Berlin 1900), dem oben schon genann-ten O. Weissenfels (Die Bildungswirren der Gegenwart. Ber-lin 1901; Der Bildungswert der Poesie in: Kernfragen deshöheren Unterrichts. N. F. Berlin 1903) und H.Wolgast(Das Elend unserer Jugendliteratur. 2. A. Hamburg 1899).' „Die Poesie", sagt Weissenfels, „darf sich ihrer Erfolge alsErzieherin rühmen. Gerade für das, was zu wissen ammeisten frommt, ist sie zugleich die geschickteste Lehrerin.Direkt belehren zu wollen hat sie längst als ihrer unwürdigaufgegeben; aber mit ihrer sanften Gewalt weiss sie siehnicht bloss des Herzens, sondern auch des Geistes weitsicherer zu bemächtigen, als dieWissenschaft selbst. Dabeiist sie nicht etwa bloss eine eigentümlich geschickte Ueber-mittlerin des Wissens und der Einsicht, sie eilt vielmehrüber die Grenzen, die der nüchternen Forschung gestecktsind, hinaus und bietet ein Totalbild des menschlichenLebens und Strebens. Wäre sie weiter nichts als eine anUnmündige sich wendende Stellvertreterin der Wissen-schaft, so wäre es gerechtfertigt, sie den Kinderjahren zuüberlassen und die Kraft des Jünglings- und Mannesaltersganz und ungeteilt den Aufgaben des wirklichen Lebensund der eigentlichen Wissenschaft zu widmen. Doch nein,sie ist die höchste Erscheinungsform des menschlichen