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Die öffentlichen Bibliotheken und die schöne Literatur : mit besonderer Beziehung auf die Coelner Stadtbibliothek
Entstehung
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rung erschöpft sei. Handelt es sich gar um die Mittel undWege, die Kunst ins Volk zu bringen, so wird die Bi-bliothek gar nicht erst genannt. Und doch ist ihr geradeda eine dankbare Aufgabe und eine bedeutsame Stellungin unserem Bildungswesen vorbehalten. Es wird vielfachübersehen, dass die äusserliche Scheidung und verschie-denartige Verwaltung der Sammlungen für Kunst undWissenschaft in der Hauptsache auf praktischen Rück-sichten beruht, dass in der Beschaffenheit ihres Inhaltesstets auch ihre unmittelbare Wirksamkeit ihre Beschrän-kung findet. Die Richtung auf die gleichen Ziele wird da-durch nicht notwendig berührt. So kommt für geschicht-liche Studien stets in Betracht, dass das aus dem Geschäfts-bereiche der Behörden ausgeschiedene, vorwiegend hand-schriftliche Akten- und Urkundenmaterial für die gelehrteForschung äusserst wichtig, aber schon seiner Beschaffen-heit nach nur den Wenigen direkt zugänglich ist, welchedurch eine besondere Vorbildung in Stand gesetzt sind,unmittelbar aus den Quellen zu schöpfen. Seitdem derenVervielfältigung durch den Druck ihren heutigen grossenUmfang erreicht hat, sind neben die Archive als Fund-stätten für das geschichtliche Quellenmaterial die Biblio-theken getreten, denen die weitere Aufgabe allein vorbe-halten ist, die gedruckten allgemeinverständlichen Ergeb-nisse der geschichtlichen Forschung, die ungeheure Mengedessen, was unterhistorischer Darstellung" im weite-sten Sinne verstanden wird, jedermann, auch den nicht-gelehrten Kreisen, zugänglich zu machen. Und wird vonder Kunst geredet oder geschrieben, so wird in der Regelzunächst an Baukunst, Plastik, Malerei gedacht, vielleichtnoch an Schauspiel und Musik, meist aber nur an die bil-denden Künste oder auch an die Museen, Ausstellungen undsonstigen Veranstaltungen zu ihrer Pflege; dass die Theorieder Kunst wie ihre Geschichte auch mit Hülfe der Bibliothe-ken, ihres beschreibenden und illustrativen Materiales, stu-diert wird, daran wird nicht immer gedacht. Und von derPoesie, derKönigin der Künste", ist immer nur in ande-rem Zusammenhange die Rede, sie gehört zurLiteratur".Das ist auch richtig, aber nur in formellem Sinne, denn