Druckschrift 
3 (1903)
Entstehung
Seite
59
Einzelbild herunterladen
 

59

auch schössen und dienen nach anezal als sich down pebiirt

gleich mit leiden on geuerd'e) . Des zii urkund'e) und ware(n)bekentuissz haben wir obguauter marggraff Johanns für unsunser erben und nachko(tit}men unser insigel an diesen brieffhengen lassen der geben ist zii Salczzuedel au der mittwochensant Gerdruden tag der heilt gen Juncfnrwcu nach cristiunsers herren gebiirtc virezehenhündert iar und darnach inden acJitundczwcnczigsten iaren.

De nian(dato) dfomijni marchion(is) \(SP. D.) Jo(hanncs) So(m)mer prothonotar(ius) . (von

anderer Hand und Tinte).Tafel 101. Brandenburgisches Register Friedrichs IL, Berlin, geh.Staatsarchiv, R. 78. 9 fol. 196, Papierband (Wasserzeichen: Ochsen-kopf). Registerführung ist in der Brandenburgischen Kanzlei seitLudwig d. Römer nachweisbar; aus der Zeit der LuxemburgischenHerrschaft sind uns Register nicht erhalten; die geschlossene Reihederselben beginnt erst mit den Hohenzollern (vgl. darüber Lewinskia. a. 0.; S. 6ff. Beschreibung der Registerbände von 14111470,S. 21 die unseres Bandes). Die Eintragungen der hier reproducirtenSeite stammen aus dem Jahre 1450 und rühren von zwei Händenher, deren erste eine entwickelte Cursive zeigt, während sich dieandere, viel sorgfältigere, mehr der Minuskel und der Schrift derOriginalurkunden nähert. Der am Schlüsse der zweiten Eintragungstehende Kanzleivermerk zeigt individuelle Schrift und andere Tinte.Die Technik der Registerführung ist im wesentlichen dieselbe wie inden Registern der Reichskanzlei (vgl. o. T. 95). (Druck der zweitenUrkunde bei Riedel CD. Brandenburg. A. XIII. 145.)

In crafft und macht disz hriues also das er und alle seinerben solch ierlich czinsze mit allen iren nüczüng(e)n hab(e)nbestcz(e)n genissen und gebrauch(e)n sollen und mögen, die wüewir oder unns(e)r erben die um(m)b solch I c und XXXV 'guld(en)5 Reinisck von in oder sinen erben nicht widder kouffe(n)n alszeiderkoufs recht und gewonlteit ist. angeu'crjde . und wen(n)zvtr oder unns(e)r erben das von im oder sinen (die beidenWorte zuvor durchgestrichen) crb'e)n um(m)b solch I c undXXXV guld(en) (darnach getilgt: uf solch(e)n sontag Rcmi-(nijsc'erje widder \ geben und bezalt haben; der Registraturhatte hier aus Versehen bereits das geschrieben, was in derUrkunde erst einige Zeilen später (Z. 16) folgte) Rciuischwidder kouffen woll(e)n des : wir uns alleczit volle gcwalt10 und macht behald(e)n so soll(e)n und \\ wolle(n)n wir od(er)unns(er) erbfeju dem g(e)n(an)nt(cu) Valentin oder seinerben(n) j solch I c und XXXV guld(en) Reinisch uf densonntag als | man in der heiligfejn kirchfejn singet in dervast[e)n Rcmi(n)isc(er)e wider geb(e)n und zeolzudanckebeczal(e)n und we(n)n wir oder unns(e)r erbe(n)n \ dengfe)n(an)nt(en) Valentin oder sinen erbfeju solch I c und15 XXXVguld(cn) uf solch(e)n sonntag Remi(ui)sc(er)c zvidder-geb(e)u und beczalt habe(n)n ; alsdcnn sol der g(e)n(an)nteValentin Geczekcn und sein erbe(n)n (hier der Nachtrag Z. 20einzufügen: solche ierlich czinsze und reute in masz(e)n er dievon uns hat. uns(e)r erb(e)n |) und nachkomen zuidder in ant-w orjten und abetret(e)n angcu(erjde \ zu orkunde (ct)c(etera)Dat(um) Berlin fe(r)ia qui(n)ta p(ost) mi(scricordi)a d(omi)tii20 anno (et)c(etera) Lmo \\

Er(r)n Nicolausz von | Boding(cn) brieff.Wir Friderich von gots gnadenn marggfrjaue zu Brann-demburch des heiligen \ Romischen reichs erczkatn(e)rcr undburgg(r)aue zu Nurmberg bekennen öffentlichen mit dissem25 briue vor allcrme(n)ttiglich das vor uns ist komen der an-dechtige unns(e)r lieb(e)r getruwer (überflüssiges Kürzungs-zeichen) hcr(re) Nicolaiis von Büdingen Ju(n)gfrcrwcn probstzu Czedeuig und hat uns angericht wie das im die Eptischep(r)iorynn | und conuent dar selbst gegönnet und erloubt sollenhabfejn fumff wispel rogg(e)n , ierlicher czinsze und rentein iren gutern zeu v(er)seczen und zu eine(n) wider kouffe zu

v einkaufen . und hat uns mit fleisz gebeten . das wir darezu30 uusfejru willen und volbort ouch geben 'wollen. Solche desg e)n(anjnten probstes fleiszige \ bete 'wir augeseh (e)n unddarezu uttsfejm willfe'/u und volbort gegeben hab(e)nweine er das vorsetcz . das wir des g'e)uue(u) erloub'ejtt undzugestaten . und wir geben darezii unns(e}ru willen und vol-bort so vil wir es (diese 4 Worte auf Rasur) daran zu er-hüben hab(e)n j in craft und macht disz briues soferne im35 das die iungfro-wen gönnen und erloub(e)u zu orkunde mituns(e)rm anhangend V 11 iug(esigel) v(er)sigelt und gebi/i \ zurBritz(e)n am mitwoch der eilffthuse(njt inngfrowfe)n tage annod omijni (et)c(etera) Lmo.

R(elator) Paul(us) de Conr(eJstorff (et) |d(omi)n(u)s p(er) se legit.Tafel 102. Kurfürst Friedrich IL von Brandenburg für die PropsteiBerlin-Kölln, Kölln a/d. Spree, 1466 März 22, Original-Pergamentim kgl. geh. Staatsarchiv zu Berlin (Berlin-Kölln Nr. 69), 37 X 22 cm )hier unbedeutend verkleinert. Urkundencursive, deren Lesung durchdas in Handschriften und Urkunden des 15. Jahrhunderts immer all-gemeiner werdende enge Aneinanderrücken der Zeilen erschwert wird.Von einzelnen Buchstabenformen beachte man die g, die bereitsdeutlich über Mittellänge hinausragenden t, die spitzen st-Verbindungen(Z. 11 gunst) und den zum Theil schon an die moderne Art erinnern-den Duktus der Buchstabenverbindungen (vgl. die Schleifen der Ober-und Unterlängen, besonders das z in Z. 7 besitzunge, Z. 33 viertzeh(e)n-hundert). Wappensiegel an Pressel von rothem in weissem Wachs.Der breite Umbug des Pergamentes wurde für die Aufnahme zurück-geschlagen, um die Lesung der beiden letzten Zeilen des Contextesund des ganz vom Umbug verdeckten Kanzleivermcrkes zu ermög-lichen.

Wir Frederich von golfejs gnadenn marggraue zu Brann-deburg . kurfurste . des heiligen romeschen reichs ertzkamerer .zu Stettin Po(m)meren der Cassuben \ unde Wenden hertzogeund burggfrjaue zu Nuremberge (et)c(etera). Alse negstenunser liber getrewer Benedictus Hoppenrade by guter vormifftauch | usz milder andacht und begirn(n)ge mit gute(n) wol-bedachten mute recht und redelichen mit uuserm willen undefiilborde den werdigen unde andechtigeu uunser(e)u capplane(n)unde liben getrewen den thumh[cr)rn und capittell uff uun-s(e)rn slosse zu coln u(m)me seiner sylen selickeit alle j undigliche lehfeju und gittere zeu Czepernick Schotte(n)felde undattderszvora(n) die er von uns unde unser herschafft der5 marggraucschafft zu Brandburg hatte mit gerichte(n) nutzenund allen sugelwringe(n) vor uns ubirgeben ufgetragenvorlasset! und gentzlichen uff ir(en) unde \ irer kircliennutz unde beltueff doran v(er)tzige(tt) hat. besitzunge gewereund alle gerechtikeit die er daran hatte . nichts nicht ttszge-110 ttijmen | das wir mit gege(n)wertiger crafft desses brieues .also ivarhafftige(n) gescheen(tt) gen me(n)niglich offiutlicltefn)gesteen und(e) bekenne(n). So bekenne(n) zvir | furder mitdem brieue vor uns unsere erben und nachkamen marg-grauen zu Brandburg unde tun kunt allerme(n)niglich . daszvir i den gnanten unns(e)rn thumher(r)n zu Coln(n) unde iretncapittel sollich obinberurte ire gegeben und(e) vorlasse(n)10 guter vor uns mit uns(e)rm wille(n) || nach meldinge desses .auch unser vorigen briue dor uff lautendt fort von sunderlichergunst und gnade zuegen usz milder andacht gantz \ voreigenthaben und voreygenen unde bestetigen in die zu rcchte(n) eigen-thttm by in unde irer kirchen furder ezviglich glich ander ireyge(njthum gcruchlichen zu bliben bekenne(n) yn auch ge-were besitzunge unde eine(n) rcchte(n) eigenthum darann voruns unser erben unde nachkome(n) mit crafft desses briuesmit solcher by gnade . was von lehnen in den selben dorfferenund gerichte(n) Czepernik und(e) Schone(n)felde sint . j dieander leute haben . und(e) Hoppenrades nicht geweszt sint . siehaben erbare oder borgere so offte und dicke man die nach