Druckschrift 
2 (1906)
Entstehung
Seite
31
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Sigismund von Halberstadt (895 923J geschenkt worden, es stammtalso die Inschrift Biso etc. aus den Jahren 895 908; über dieBischofslisten der Zeit vgl. Hauck a. a. O. im Anhang zum zweitenBand. Die Handschrift enthält die Collectio Canonum Dionyso-Hadriana, vgl. Maassen, Quellen und Literatur des canonischenRechts I, S. 443, und gewährt überaus zahlreiche althochdeutscheGlossen, die in der Zeitschrift für deutsches Alterthum Bd. 23(N. F. 11 i, S. 9599, herausgegeben worden sind. Ich mache fürdiese namentlich auf die eigenthümliche Gestalt des w aufmerksam(über Z. 8 u. 9), das bisher nur so aus den Trierer Bruchstückender Uebersetzung der Lex Salica bekannt war, vgl. Wattenbach,Anleitung zur lateinischen Palaeographie, 4. Aufl., S. 63. 64. DerInhalt entspricht in der Ausgabe (von Pithoeus) Codex Canonumvetus ecclesiae Romanae, Paris 1609 der Seite 32 und 33, und bildetcap. 1722 des Concilium Ancyranum. Der Text dieser Tafel istden Decreta Felicis papae entnommen. Ein Corrector hat sehr vielgebessert.

que ad (vom Corrector getilgt) alias occupare parochias.et vim presolibus (corr. in presulibus) earu(tn) \ inferre .sedi-tiones . adversus cos. excitando . hos abici placuit. | Qiiod sivoluerint.in pr(es)b(ite)ri (corr. presbiterii) ordine ubipriitsfuerant. ut pr(es)b(iter)i residere . non habiciantur . (das hvom Corr. wegradirt.) pfrojpria dignitate. Si andern) sedi-tio\nes commovent idetn (corr. ibidem) constitutis epfis-copujs (corr.: episcopis) pr(es)b(i)t(e)ri (corr.: presbiterii)quoque honorTafel 49 A. Aus der Handschrift der Kgl. Bibliothek in Berlin,Cod. Phillipps. 1830, fol. membr. 12 fol. Die Handschrift beginntmit dem die Frage der Osterrechnung betreffenden Schreiben desDionysius Exiguus an Petronius und reiht daran eine Ostertafel,die den vollen 532jährigen Cyclus von 5321063 umfasst. DieHandschrift stammt aus Laon und ist im Jahre 874 angelegt (vgl.fol. 8': Sunt nunc ab incarnatione domini usque ad p res enternannum anni DCCCLXXIIII, ab initio autem mundi usque ad pre-sentem annum sunt anni IUI DCCCXXVI). Nach der Gründungdes Klosters St. Vincenz in Metz (968) kam die Handschrift dort-hin. Besonderes Interesse gewinnt sie dadurch, dass sie sowohlin Laon wie später (seit 970) in Metz mit annalistischen Ein-tragungen versehen wurde und daher zu den wenigen noch er-haltenen Zeugnissen gehört, an denen sich die Entwicklung derAnnalistik aus den Ostertafeln verfolgen lässt. Diese, der Engedes verfügbaren Raumes entsprechenden, bis 1056 reichenden knappenVermerke sind von Holder-Egger als Annales Laudunenses etS. Vincentii Mettenses breves, Mg. SS. XV. 12931295 heraus-gegeben, der in der Vorbemerkung auch die Geschichte der Hand-schrift feststellte. Jede Seite umfasst zwei volle 19jährige Cyclen;die hier ausgewählte Probe, fol. 10 verso, enthält den Schluss derOstertafel und der sie begleitenden Eintragungen. Die Säulen undKapitälchen sind sehr zierlich in wechselnden Farben (gelb, blau,rot) ausgeführt, die Ueberschriften zu den einzelnen Columnen sindrot. Auf dem rechten Rand bezeichnen die dem Griechischen ent-nommenen Kürzungen ÖGD und END je das 8. und 19. Jahr desMondcyclus. Die computistische Erläuterung auf dem unteren Randgehört zum ursprünglichen Bestand: sie rührt von gleicher Handund Tinte her wie die die Entstehungszeit zu 874 feststellendeNotiz auf fol. 8'. Die annalistischen Eintragungen sind von 1030bis 1056 mit wechselnder Hand und Tinte vorgenommen; sie stehenzum grossen Theil auf Rasuren, die besonders in der oberen Hälfteso stark sind, dass das Pergament hier ganz durchscheinend wurde.Wahrscheinlich wurden computistische Vermerke getilgt, um fürdie annalistischen Raum zu gewinnen; sicher fielen denen in deroberen Hälfte die B (= bissextilis) zum Opfer, die im unterenCyclus und sonst in der ganzen Ostertafel die Schaltjahre hervor-hoben. Im unteren Randvermerke mache ich auf die mehrfachvorkommende Kürzung von enim (Z. 1 und 3) aufmerksam. Dervon dunklerer Tinte herrührende Zusatz über der ersten Zeile ent-

hält zwei Tironische Noten; die erste bedeutet, wie sie hier steht(et mit einem Punkt rechts), tarnen und entspricht wohl auch demSinne nach besser als das nah verwandte Zeichen für ,,et quidem"(et mit zwei Punkten rechts); der zweiten Note, die das Stamm-zeichen von habere aufweist, ist als Beizeichen die Endungente"statt ,,ens" daruntergesetzt.

Text der (sehr verblassten) Eintragung auf dem unterenRand: Ab initio . istius magni eieli . s(un)t XXVIII eieli

ti tis obui

dccefmjnovenales. et I) XXXII anni. In D(enivi) XXXIIannis . finit(ur) magn(us) ciclus . [darüber mit dunklererTinte: i(dest) magn(us) ann(us) (tarnen habente statt et

tos

quidem habens) D C annos.J restituunt(ur) (enim) t(un)ceede(m) epaete . (et) idem c(on)currentes . (et) idein lunaris

a o

an uns . (et) XIIII luna i(n) VIII k(a)l(endis) april(is).

o

(et) dies rcstirrectionis doininice i(n) VI k(a)l(endis)

a

april(is) . (et) XVI luna i(n) die ressurectionis. \ Vieles(enim) oetics XVIIII. ve(l) decies novies XXVIII . fiuut

DXXXI1. Multiplicatis (enim) p(er) se invice(m) Istisduob(us) eielis i(desl) Innart (et) solari.colligit(ur) su(m)ma\

tot um orum

D XXXII annoru(m) . qua su(m)ma fande(m) replicatatotus ordo solaris lunarlsq(ue) recursus i(n) se sua p(er)vestigia revolvttur. easde(m) epaetas lune restituens r(e)l(iqua).

Text der annalistischen Eintragungen: zu 1030: Hiedcdicatu(in) est monasterium s(aneti) Vincentii ininsula metteusiu(m).1035: Treuer/s depositio symeonis monachi.1046: O(biit) IIcrib(er)tus abb(a)s cui suecedit folquinus

abb(a)s.1048: Civitas uird(unensis) a ducc godefrido (et) bal-duino capihir . dep(rc)datur . (et) iina ctt(m) mo-nasterio s(ancte) Marie incenditur.1056: O(biit) Heinr(icus) imp(erator) . cui suecedit hein-r(lcns) pucr.Der Vermerk ,,p(r)imum pasca", der zu 1041 verzeichnet ist,thatsächlich aber zu 1040 gehört, stammt nicht von ursprünglicherHand, sondern ist ebenfalls erst Nachtrag des II. Jahrhunderts.In der Eintragung zu 1030 beachte man die i-Striche über Vincentii.

Tafel 50. Aus der Handschrift der Leipziger Stadtbibliothek,Rep. II. 4 129 a. (Nr. CCCCXXII.), die Annales Fuldenses enthaltend,und einst dem Kloster Niederaltaich angehörend, vgl. Naumanna. a. O. S. 134 und Tafel V. Der letzte Theil des Codex ist Auto-graph. Somit col. a = fol. 25 der Handschrift noch vor 882 ge-schrieben. Die Stelle findet sich in dem zweiten Theil der Annalen,der von Rudolf von Fulda verfasst worden, zum Jahre 863, Mon.Germ. SS. I. 374, Z. 28 ff. Neuausgabe von Kurze in den SS. rr.Germ. S. 5657. Col. b = fol. 43 verso der Handschrift stammtaus dem fünften Theil der Annalen (882901) der ContinuatioRatisbonensis, wie ihn Kurze jetzt bezeichnet, und gehört zum Jahre896, Mon. Germ. SS. I, 412, Z. 27 ff. Kurze a. a. O. 129, kann alsonur zwischen 896 und 901 geschrieben sein. Die an den rechtenRand von a zugeschriebenen Inhaltsangaben stammen aus viel spä-terer Zeit, muthmasslich aus dem dreizehnten Jahrhundert. DerNachtrag auf dem linken Rand stammt von de r selben Hand, die bschrieb. In Z. 6 von b brach die ursprüngliche Eintragung mitapostolicus N ab, Z. 7 war zur Einfügung des Namens freigelassen;da sie für die daran sich knüpfenden Mittheilungen nicht ausreichte,wurde den rechten Rand entlang geschrieben. Man beachte dieCursivverbindung ni in a Z. 5 und b Z. 1 und 26.

a) tium ut fama fuit domaturus. Rc autem vera adcaranta | nos filium cxpugnaturum acecssit qul re vera sead id teiupo ris defenderet. //ist proditione gundacharicomitis sui deeipe rehir incautus. qui totun/ peuc (vom