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Studien über Rudolf von Ems : Beiträge zur Geschichte der Rhetorik und Ethik im Mittelalter
Entstehung
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56 Gustav Ehrismann:

ausgesprochen als im zweiten Prolog. Dazu kommt dann nocheine umständliche Erklärung des Begriffes, was eine Welt bedeutet3825 ff.

Der vierte Prolog 87988867, Akrostichon 'Moises', dievierte Welt, ebenfalls ein Übergangsprolog. NachdrücklichsteWahrheitsbeteuerung: der Dichter ist sich der Erhabenheit und derBedeutung seines Unternehmens, das in der Wiedergabe der heiligenSchrift besteht, wohl bewußt 87988825; mit Beziehung auf dieHörer 8808-8810. 8822-8825. Unter dem Bekenntnis der eigenenUnzulänglichkeit will der Dichter das große Werk mit Gottes Hilfeweiter führen 8828-8867, dabei Inhaltsangabe 8836-8850.

Der fünfte Prolog 21518-21740, Akrostichon 'David', diefünfte Welt. Rückblick auf die vorhergehenden vier Teile (Welten)als Übergang zum fünften Teil 2151821555. Veranlasser desWerkes, König Konrads Fürstenpreis 2155621655, des römischenKönigs Vorfahren, die hohenstaufischen Kaiser bezw. Könige2161721655. Veranlassung und Zweck des Werkes 21656 bis21740, Nennung des Namens des Urhebers mit Angabe der Grund-züge der bisherigen Weltgeschichte; Zweck des Werkes für denDichter: des Königs Lohn, Zweck für den Kaiser: ein ewigesErinnerungszeichen und eine Erholung in verdrießlichen Stunden;Bitte an die wohlwollenden Leser, dem König als dem Veranlasserihren Dank zu zollen und ihm, dem Dichter, die Gnade Gotteszu erflehen zu seinem geistigen und ewigen Heil.

Die fünf Prologe sind nach einem bestimmten Plane angelegt.Inhaltsprologe sind alle. Der erste und der letzte haben denstärksten ethischen Gehalt, jener ist dem Preis Gottes, dieserdem des Königs gewidmet. Die drei mittleren sind auf eine Steige-rung der inneren Fülle angelegt; der zweite ist der inhaltärmstevon allen fünfen, der Teil, den er einleitet, ist auch geringwertigerals die andern, denn er enthält Nebenerzählungen, biwege, dieEntstehung der weltlichen Reiche und die Geographie der dreiErdteile, nicht diu rehten maere (3113ff. 3781 ff. 26379ff.), diebiblische Geschichte. Im dritten Prolog bringt der Dichter einProgramm seiner Arbeitsweise: er wird die Überlieferung kürzen,da sich sonst das Werk allzusehr in die Länge zieht, aber dochdie Wahrheit völlig zum Ausdruck bringen. Jetzt erklärt er auchdie Bedeutung der Welten, die den Einteilungsgrund für dieAbgrenzung der fünf Teile bildet, aus denen das Gedicht besteht.Von sittlichem Ernst getragen ist der vierte Prolog, der Dichter