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Studien über Rudolf von Ems : Beiträge zur Geschichte der Rhetorik und Ethik im Mittelalter
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Studien über Rudolf von Ems. 7

ähnlich wie Alanus, lehrt Ekkehard IV in seinem kurzen AbrißDe lege dictamen ornandi (Z. f. d. A. 14, 33f., s. auch S. 1321 ff.,ferner S. 6269, vgl. Norden S. 873f.) und etwas eingehenderMarbodus, De ornamentis verborum (Migne 171, 1687 1692,s. auch Norden S. 876, Wilh. Meyer, Ges. Schriften 1, 80) und aus-führlich der englische Kleriker Galfrid von Vinesauf (de Vinosalvo, um 1200) in seiner poetria nova (Polycarp Leyser, Historiapoetarum et poematum medii aevi 1721, S. 861978), Eberhardvon Bethune im Laborintus, um 1212 (ebenda S. 796854),Alexander De Villa Dei in seinem Doctrinale, a. 1200 (ed. Reich-ling V. 2361 ff.); Vincentius Bellovacensis hat in seine großeEncyclopädie, das Speculum doctrinale, ein Kapitel De logica etrhetorica et poetica (Buch IV) eingelegt. Thomasin berührt in seinemAbschnitt über die Künste auch die Rhetorik 8924f. 90079012.90379042; den Marner s. oben S. 3; Heinrich v. .Mügeln be-schreibt in seiner Wissenschafts-AllegorieDer meide Kranz" (fürKarl IV abgefaßt) die Rhetorica und ihre Farben (Willy Jahr,Diss., Leipzig 1908, S. 105). Um 1280 stellte Hugo von Trimbergeinen literaturgeschichtlichen Abriß in lateinischen Vaganten-versen zusammen, das Registrum multorum auctorum (ed. J.Huemer, Wiener S.-Ber. 116, 1888, S. 146-190). Ein vorzüg-liches Lehrbuch für Predigt und geistliche Rhetorik, beruhend aufder Praxis der späteren Jahrhunderte des Mittelalters, ist dasManuale curatorum von Surgant, Basel 1502, in dem in Liber 1Consid. XVI eine umfassende Zusammenstellung der rhetorischenFiguren gegeben ist, welches Gebiet für die sprachlichen Unter-suchungen über mhd. Stilistik besonders in Betracht kommt.Ein eigener Zweig der Stillehre sind die Vorschriften für Abfassungvon Urkunden und Briefen, vgl. Rockinger, Briefsteller undFormelbücher des eilften bis vierzehnten Jahrhunderts (Quellenund Erörterungen zur bayrischen und deutschen Geschichte,Bd. 9 u. 10, München 1863); Georg Steinhausen, Geschichtedes deutschen Briefes, bes. 1, 39 ff.; Johannes Müller, Quellen-schriften und Geschichte des deutschsprachl. Unterrichts, S. 357 ff.;Joachim söhn, Aus der Vorgeschichte des Formulare und DeutschRhetorica, Z. f. d. A. 37, 24121; über Transmundus und weitereLiteratur zu den Formelbüchern s. C. Kraus, D. Gedichte desXII. Jhd.s, S. 200ff.; über Johann von Neumarkt und denKanzleistil in den Anfängen der Renaissance s. Burdach, Centralbl.f. Bibliothekswesen 8, 433 ff.