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Johan uz dem virgiere : eine spätmittelhochdeutsche Ritterdichtung nach flämischer Quelle
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Den sagte er allen zu mereDaz sin frauwe zweier kinde genesen were.Herren, rittern, frauwenLiez man die kinder schauwen.155 Die frauwen gaben dem dohterlinKleinot von golde und gesteine vin,Die herren dem knaben wol gemutManig edele stat und vesten gut.Die hohsten gaben in sine hant160 Hohe bürge und wide lant.

Sie sprachen: 'her, diz knebelinSal nach uch unser herre sin,So der keiser komet zu alten dagen,So sal daz kint die kröne dragen'.165 Deme unbekanten knehte[4 r ] Prophecziten sie gar rehte.

Dar quamen ritter manig schar,Sie brahten auch ir gäbe dar.Heden sie nit bürge ader lant,170 So gaben sie ros und siden gewant.Der keiser hiez imz behalten gar,Und waz uz dem garten quam al dar.Der keiser bevalch daz knebelinDen aller hohsten fursten sin,175 Daz sie ez deden ziehen schoneZeren romischer kröne.Ez was schone und wol gemäht,Menlich must sin nemen aht,Wan ez sich so gelieben künde,180 Daz im menlich gudes gunde.Also hielt manz wirdekliche,Wan die besten von dem richeWanden alle der mereDaz der keiser sin vader were.185 Auch wart die dohter wol bestalt,

Man bevalch sie in der frauwen gewalt.Der dohter wollen wir gedagenUnd wollen von dem knaben sagen.Den knaben det man zu schule gen,190 Daz er vil sprachen mohte versten.

153. Rittern vnd. 156. vnd von. 157. herren gaben. 159. hohesten. 161. here.166. Propheczigiten. 170. rosse. 171. hieß es ym. 176. Zu eren der romischen.180. künde. 181. hüte. 189. schulen geen (: -s(een).