✋ ☞Die 13te Art dieser Familie, einen kleinen ockerbraunen, in Oesterreich fast gemeinenFalter haben wir bisher für des Linnäus P. Hero gehalten. Die Farbe, das Randstreifchen,und was das vornehmste ist, die Zahl und die Lage der Aeugchen stimmet mit desselben Beschrei-bung wirklich ein; nur das weiße Querband, das der P. Hero auf der Unterseite der Unterflügehaben sollte, zeigt unsre Art nicht glatterdings, sondern merklich unterbrochen, oder sie zeigtvielmehr vollständig, statt desselben, zween eckichte weiße Flecke, die durch eine bleiche Linie an-einander hangen. Wir glaubten, Hr. v. Linne habe diese etwa doch für ein Querband geltenkassen, oder eine Abänderung mit einem deutlicheren Bande vor sich gehabt; allein unlängsterhielten wir aus dem deutschen Reiche eine andere Art, die nebst den übrigen Kennzeichen desP. Hero auch dieses Querband, oder vielmehr einen vollständigen weißen Querstrich beständig auf-weiset. Es sind also, statt jener 13ten Art, zwo auf folgende Weise zu setzen:— — — — Brauner scheinsilberäugichter13 Unbek. R.P. Hero. L.P. Iphis.25 (13.14.) Zittergrasf. R. (Brl- Zittergrasf. — — —zae mediae &c.Für die 2te Art der Familie G. haben wir verschiedene Falter als blosse Abänderungenangesetzet; (man sehe dort, 170. und 171. S. die Anmerkung,) itzt finden wir doch viel wahr-scheinlicher, daß jene Stücke, die ein safranfarbenes Querband haben, und veilblau schielen,von denen, die ein weißes Band, und in gewisser Wendung eine hochblaue, sonst eine schwarzeFarbe zeigen, der Art nach, verschieden sind. Denn auf was könnte sich sonst die so standhaf-te Verschiedenheit der Farben gründen? Auf den Unterschied des Geschlechts dachten wir einst-selber; aber nunmehr haben wir von beyderley schielenden Stücken eine beträchtliche Sammlunggemacht, und bemerket, daß sie sämmtlich, (30. und mehr) nicht eines ausgenommen, Männ-chen, im Gegentheile alle nicht schielende, Weibchen sind, und daß diese sich ebenfalls in schwarz-braune oder schwarze, und in bräunlichtockergelbe theilen, von denen jene ein weißes Band, diese ein safrangelbes, ganz wie ihre Männchen, haben. Die Raupe der letztern fanden wir aufSaalweiden (Salix Caprea); daher sie Saalweidenfalterraupe, im Lateinischen etwa P.Clytie heißen könnte.Zur Familie K. Halsbornraupen, Silberreiche Falter.11 (7. 8.) Unbek. R. — — Röthlichtockergelber untenbraun und silberfleckich-ter F.P. Selene.S 5
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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Seite
321
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